Sechs auf einen Streich: Erstmals Gepardennachwuchs im Zoopark Erfurt!

Sensationell: Sechs auf einen Streich! Die Freude über die erste Gepardengeburt in der Geschichte des Thüringer Zooparks Erfurt ist riesengroß. Gepardin Freela brachte am 6. Mai sechs gesunde Katzenkinder zur Welt. Fünf Weibchen und ein Katerchen kuscheln sich eng aneinander in der Wurfhöhle ins Stroh. Die Erstgebärende Freela kümmert sich hervorragend um ihren großen Wurf.
Die Kleinen beginnen jetzt mit Ausflügen aus ihrer Wurfbox, sodass man sie mit etwas Glück auch sehen kann. Wann und wie lange die Ausflüge dauern, entscheiden die Tiere selbst.

Durchschnittlich werden bei Geparden 3-4 Jungtiere pro Wurf geboren. Der Sechserwurf ist damit für eine junge Mutter eine Herausforderung, die Freela hervorragend meistert. Die Tragzeit kann bis zu 95 Tage betragen, im Zoopark waren es 94 Tage. Neugeborene Geparde öffnen schon früh die Augen. Im Gegensatz zu anderen Katzenarten schauen einen die Gepardenkinder schon ab dem 6. Lebenstag an. Junge Geparde tragen eine Mähne, die vom Kopf und Hals bis über den Rücken reicht. Durch ihr Fleckenmuster sind sie hervorragend getarnt.

Der Vater der kleinen Racker, Kater Ghalib, bekommt von dem Trubel nichts mit. Geparde sind Einzelgänger. Kater und Kätzin begegnen sich nur zur Paarung.
Anfang 2015 durfte Ghalib planmäßig zur Rolligkeit von Freela in seiner Transportkiste zu ihr ins Gehege reisen, um für Nachwuchs zu sorgen. Erfolgreich.

Übrigens: Ghalib war 2013 durch seine enormen Sprungkünste (aus dem Stand auf über 3 m Höhe) bekannt geworden. Bei seinem Ausflug außerhalb des Geheges war er auf dem Weg nach oben zur Gepardin. Sie erwies sich zwei Tage später als rollig – er hatte damit damals eindeutig den richtigen Riecher gehabt!

Beitrag erstellt am: 29.05.2015 | zurück zur Übersicht