Nashornkuh Marcita ganz entspannt

Die Aussichten für Nachwuchs Ende 2018 bei den vom Aussterben bedrohten Breitmaulnashörnern sind gut: Auch der 2. “Schwangerschaftstest” von Nashornkuh Marcita (13) im Thüringer Zoopark war positiv und hat ihre Trächtigkeit bestätigt. Die Kotproben werden an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Wien nach einem Spezialverfahren für Nashörner untersucht.

Im Oktober 2017 hatte das erste positive Hormonprofil nach der Paarung im Juli für Freude gesorgt. Dann hieß es erst einmal warten. Die Tragzeit beträgt 16 bis 18 Monate.

Für Marcita wird es der erste Nachwuchs sein. Tierpflegerin Saskia Fiebig hofft, dass weiterhin alles gut läuft. Die trächtige Nashornkuh frisst normal, hauptsächlich Heu und Grünfutter, und ist ganz eng mit Nashorndame Numbi.

Dino (24) brachte schon Erfahrung in Sachen “Vaterschaft” aus einem anderen Zoo mit. Ansonsten ist der Bulle bei Nashörnern nicht in die “Elternpflichten” eingebunden.

Breitmaulnashornkuh Marcita stammt aus dem Serengeti-Safaripark Hodenhagen, lebte dann im Zoo Osnabrück und seit Dezember 2016 in Erfurt. Bulle Dino wurde im Zoo Usdi nad Labem, Tschechien geboren, reiste dann nach Poznan in Polen und lebt seit 2013 in Erfurt.

Die ersten Nashörner zogen 1982 im Thüringer Zoopark Erfurt ein. 1996 begann der Neubau des Nashornhauses, das 1998 eröffnet wurde. Numbi, Temba und Kiwu begründeten die Nashornzucht im Thüringer Zoopark. 2001 gab es erstmals Nashorn-Nachwuchs im Thüringer Zoopark Erfurt.

Bild: Marcita hat den Überblick (stehend), während Numbi ruht.

Beitrag erstellt am: 18.05.2018 | zurück zur Übersicht