Trauer im Thüringer Zoopark – Berberlöwin Lubaya in der Narkose verstorben

Die 13 jährige Berberlöwin Lubaya machte Tierpflegerin Sabine Fuß und Tierärztin Tina Risch seit vier Wochen zunehmend Sorgen. Lubaya zeigte Auffälligkeiten in ihrem Verhalten, torkelte und wirkte unkoordiniert. Die Löwin wurde tierärztlich behandelt, doch nichts schien zu helfen. So entschloss sich das Team des Zooparks, eine eingehende Diagnostik mit modernster Technik durchzuführen.

Am Montag wurde Lubaya in Narkose gelegt und in einer Tierklinik in Erfurt eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt. Das Team im Zoopark hoffte dem Tier besser helfen zu können, wenn mehr Informationen zum aktuellen Krankheitsgeschehen vorlägen. Beispielsweise sollte ein lebensbedrohlicher Gehirntumor ausgeschlossen werden. Trotz extrem vorsichtiger Narkose vertrug Lubaya diese nicht und verstarb. Ihr Körper wird aktuell in der Pathologie der Tierärztlichen Klinik der Universität Leipzig untersucht. Erste Ergebnisse zu dem ungewöhnlichen Krankheitsgeschehen werden in den nächsten Wochen erwartet.

Berberlöwen sind seit Jahrzehnten im Freiland ausgerottet. Die Anzahl der Tiere in Zoos ist leider sehr niedrig. So ist die Trauer um jedes Individuum nicht nur im Thüringer Zoopark Erfurt groß, sondern auch in der gesamten Gemeinschaft der Zoologischen Gärten, die sich um den Erhalt der letzten Berberlöwen bemüht.

Beitrag erstellt am: 07.02.2017 | zurück zur Übersicht