Wir sind dann mal weg…- Winter im Zoopark

Die Präriehunde wachen nur bei schönem Wetter auf.

Der Winter hat auch im Thüringer Zoopark Erfurt Einzug gehalten. Während sich die Reptilien und Erdmännchen wohlig unter dem Wärmestrahler räkeln, sind einige Zooparkbewohner schlicht und einfach abgetaucht.

Die Präriehunde haben ihre Bauten in der Erde dick mit kuscheligem Heu ausgepolstert. Im Herbst haben sich die Nager einen dicken Speckvorrat angefressen, von dem sie nun im Winter zehren. Bei schönem Wetter wachen sie auf, sonnen sich und gehen dann wieder schlafen. Auch das Rothörnchen “Roter Bruder” im Aquarium verfolgt wie die einheimischen Eichhörnchen diese Strategie. Schlechte Zeiten werden verschlafen, in guten Zeiten heißt es: Augen auf, Futterversteck plündern und weiterschlafen.

Die Griechischen Landschildkröten im alten Spornschildkrötenhaus haben auch schon die Augen zu. In den letzten Wochen haben sie aufgehört zu fressen. Mit den kürzer werdenden Tagen kam das Signal, immer weniger aktiv zu sein. Bei nun acht Grad haben sich die Tiere in den Bodengrund eingegraben und sind erstarrt. Am Montag wurden die Schildkröten ausgegraben und in kleine, mit Erde und Laub gefüllte Kisten in den Kühlschrank überführt. So werden sie die nächsten vier Monate bei konstant niedrigen Temperaturen ihre Winterstarre verbringen. Anders als die Nagetiere nehmen sie in den Wintermonaten nicht ab. Sie haben sich zuvor auch keinen Speck angefuttert. Regelmäßige Kontrollen, ob die Tiere noch genug Feuchtigkeit haben und nicht austrocknen, sind aber sehr wichtig.

Die meisten Zoobewohner sind jedoch auch im Winter aktiv – beispielsweise dank beheizter Liegeflächen bei den Löwen, Wärmelampen bei den Zebramangusten oder eines dicken Fells wie bei den Kamelen. Für Besucher gibt es deshalb auch noch in den Außengehegen einiges zu beobachten.

Beitrag erstellt am: 05.12.2016 | zurück zur Übersicht