Ernennung des Schaubauernhof zum Arche-Park

Bereichsleiterin Suzanne Demmer, Katrin Dorkewitz (GEH), Zooparkdirektorin Dr. Dr. Sabine Merz

Bereits Im Mai 2019 wurde der Schaubauernhof im Thüringer Zoopark Erfurt als zweiter Arche-Park in Thüringen ausgezeichnet. Die Urkunde wurde am Sonntag offizielle durch die GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V.) übergeben.

Die Haustierhaltung und -zucht hat im Zoopark lange Tradition. Unter den ersten Tieren, die 1958 im Zoopark ankamen, zählten zwei Yaks aus dem Pamir, kasachische Trampeltiere sowie Ziegen. Bereits 1988 importierte der Zoopark Shire-Horses aus England und die größte Kamelherde der DDR konnte einst hier bestaunt werden.

Von 1930 bis 1984 lebten die Elefanten und Nashörner des Zooparks sogar in der späteren Kutschenhalle des Axmannshofes quasi Seite an Seite mit vielen Haustierrassen. Der Zoopark beherbergte zwischenzeitlich Gelbvieh, Ungarische Steppenrinder, Kaschmirziegen, Katalanische Riesenesel, Mongolenschafe, Nellore-Zebus und viele weitere.

Aktuell werden Rhönschafe, Thüringer Wald Ziegen und Ouessant-Schafe im Herdbuch gezüchtet. Als gefährdete Nutztierrassen hält der Zoopark Erfurt Rhönschafe, Krainer Steinschafe, Thüringer Waldziegen, Bulgarische Schraubenhörnige Langhaarziegen, Exmoor-Ponys, Hinterwälder Rinder, Thüringer Kaninchen, Thüringer Barthühner, Laufenten und Wollschweine.

Das Wollschwein wurde im Übrigen zur gefährdeten Nutztierrasse 2019 gekürt. Zum Pressetermin am Sonntag haben sich auch Paten der Wollschweine im Thüringer Zoopark Erfurt für eine Namenstaufe eingefunden.

Beitrag erstellt am: 16.12.2019 | zurück zur Übersicht