Gepardenkater „Ghalib“ jetzt in Wien zur Zucht

Gepardentausch mit dem Schönbrunner Tiergarten in Wien: 2017 kam die Gepardin „Sima“ aus Wien in den Thüringer Zoopark Erfurt, nun ging Kater „Ghalib“ sehr kurzfristig nach Wien und wird dort für Nachwuchs sorgen. Er ist wohlbehalten dort angekommen. Auch wenn der Abschied schwer fiel, die Arterhaltung hat oberste Priorität. So freut sich der Thüringer Zoopark Erfurt über die neue Chance für unseren Kater, mit einer dritten Gepardin erneut für Nachwuchs zu sorgen und zur Arterhaltung beizutragen. Mit Gepardin „Sima“ in Erfurt durfte er nicht mehr züchten.

„Ghalib“ wurde 2009 im Zoo Basel geboren und lebte seit 2011 im Thüringer Zoopark Erfurt. Die achtjährige Katze „Sima“ kam 2017 aus Wien nach Erfurt, um als neue Partnerin für „Ghalib“ zu fungieren. Dieser hatte zuvor mit Gepardin „Freela“ bereits sechs Jungtiere gezeugt. „Freela“ und ihre Jungtiere wurden in anderen Zoos untergebracht, um dort wiederum für Nachwuchs zu sorgen.

Ein wichtiger Tausch zur Erhaltung bedrohter Tierarten. Geparde sind im Freiland stark bedroht. Vor vielen tausend Jahren gab es bei den Geparden einen Populationseinbruch auf natürliche Weise und nur wenige Tiere scheinen damals überlebt zu haben. Die heutigen Geparde in Afrika, ebenso wie die in Zoos, stammen von diesen wenigen Tiere ab, haben entsprechend viele Gene gemeinsam und sind daher ganz natürlich besonders inzuchtgefährdet. Um die größtmögliche genetische Vielfalt zu erhalten, wird die Gepardenzucht in den Zoos der europäischen Vereinigung EAZA zentral gesteuert. Zuchtpaare werden deshalb regelmäßig neu kombiniert.

Nicht nur die Zucht, auch Zuchtpausen werden sorgfältig koordiniert. So, dass möglichst jeder Gepard im Zuchtprogramm einmal für Nachwuchs sorgen kann. Dafür müssen andere eine Zeit lang pausieren. So auch im Thüringer Zoopark Erfurt: „Sima“ und ihre beiden Töchter „Makeda“ und „Ashanti“ bleiben vorerst im Thüringer Zoopark Erfurt. Sie sind gemeinsam in der großen Anlage auf dem Plateau zu sehen. Mit ihren eineinhalb Jahren sind beide Töchter noch sehr verspielt. Sie dürfen, so lange sie sich vertragen, bei der Mutter bleiben.

Beitrag erstellt am: 09.01.2020 | zurück zur Übersicht