Alle Neuigkeiten aus dem Erfurter Zoopark

30.09.22: Kleines Yakkalb geboren

Es gibt Nachwuchs im Thüringer Zoopark Erfurt: Am 27.09.2022 erblickte ein kleines Hausyak das Licht der Welt. Die neue Zoobewohnerin, eine kleine Kuh, hört auf den Namen Edith, die Elterntiere sind Mutter Jenny und Yakbulle Kala.

Die kleine Kuh wurde in der Herde geboren und lebt deshalb auch zusammen mit den anderen Yaks. Mutter Jenny kümmert sich rührend um ihren Nachwuchs und folgt der kleinen Edith auf Schritt und Tritt.

Das routinemäßig durchgeführte Setzen der Ohrmarken begleitete auch Beigeordneter Matthias Bärwolff. Er begrüßte die neue Zoobewohnerin und vergewisserte sich nach ihrem Wohlbefinden.

Alle Besucher haben bereits jetzt schon die Möglichkeit, das Jungtier auf der Außenanlage der Hausyaks zu beobachten. 

 

22.09.22: Ein tierisches Erlebnis für die ganze Familie: Erfurter Zootage im Herbst

Wir führen euch Samstag und Sonntag wieder hinter die Zoo-Kulissen. Besucher erhalten einen exklusiven Einblick in die Arbeitswelt der Zootierpfleger, können ihre Fragen stellen und lernen Wissenswertes über die Tiere. Das alles ohne Aufpreis – lediglich der Zoo-Eintritt wird an der Kasse gezahlt.

16.09.22: Kinderino erfüllt Herzenswünsche

Macht mit bei der tollen Kinderwunschaktion am Sonntag dem 18.09.22 zwischen 9 und 18 Uhr auf unserem Bauernhof! Gebt den Herzenswunsch eurer Kinder direkt vor Ort ab, mit ein bisschen Glück geht der Wunsch bald in Erfüllung!

14.09.22: Thüringer Zoopark Erfurt trauert um verstorbene Geparde

Traurige Nachrichten aus dem Zoopark: Gepardin Ashanti, eines der Jungtiere aus dem Jahr 2018, sowie die mit ihren knapp 13 Jahren hoch betagte Gepardenmutter Sima sind leider verstorben. Die pathologischen Untersuchungen laufen, erste grobe Ergebnisse liegen vor.

Es ist bekannt, dass die Erfurter Geparde an einer, vermutlich genetisch-bedingten, Kupferstoffwechsel-Störung leiden. Die Tiere werden seit Jahren von unseren Tierärzten behandelt, die Krankheit ist aber nicht heilbar. Kupfermangel hat Auswirkungen auf viele Stoffwechselkreisläufe. Die Diagnostik ist sehr schwierig, erfordert meist eine Vollnarkose. Bei chronisch kranken Tieren ist das ein hohes Risiko. Kupfer ist im Körper bei vielen Vorgängen, unter anderem bei der Ausbildung des Immunsystems und der Blutbildung, beteiligt.

Vergangene Woche kam es im Gepardengehege zu einer massenhaften Besiedelung mit Flöhen. Katzenflöhe sind nicht ungewöhnlich, können bei schwachen oder chronisch kranken Tieren jedoch schnell Komplikationen hervorrufen. In dieser Jahreszeit kann ein Massenbefall auch mal sehr schnell erfolgen, da die Flöhe sich auf ihr Überleben im Winter vorbereiten. Unklar ist, woher die Parasiten kamen. Ein Eintrag über verwilderte Hauskatzen aus dem Umfeld des Zoos sind eine hohe  Wahrscheinlichkeit, aber auch Igel, Marder oder Füchse sind denkbar, da der Zoopark einen hohen Bestand an Wildtieren auf seinem großen Gelände beheimatet. Da Flöhe Blut saugen, kann es zu schweren Anämien kommen. Die vierjährige Ashanti zeigte in der ersten pathologischen Untersuchung eine hochgradige Leberveränderung und schwerste Blutarmut, an der sie dann verstarb. Ihre Schwester Jala und Mutter Sima wurden von unseren Tierärzten  in Narkose umfangreich behandelt. Der vierjährigen Jala geht es schon wieder besser. Sima verstarb nach kurzfristiger Besserung vier Tage später, trotz intensiver medizinischer Behandlung. 

Erste grobe Patho-Befunde zu Sima liegen nur mündlich vor und deuten auf eine sehr schwere Bauchfellentzündung als Todesursache hin, dazu bestand auch bei ihr eine Anämie durch Flohbefall. Ursächlich für die Bauchfellentzündung könnte ein Stück Knochen von einem Futtertier sein, welches den Darm verletzt haben könnte. Das wird weiter untersucht. Für einen Gepard hat Sima mit knapp 13 Jahren ein hohes Alter erreicht. Die chronisch, unheilbare Krankheit, vor allem bei den Jungtieren, könnte eine erhöhte Anfälligkeit für Parasiten und andere Krankheitserreger bedingt haben. Zur Kupfermangelkrankheit bei Geparden, ihrer Auswirkung und ihrer Therapie gibt es wenig Untersuchungen und Erfahrung. Sie kommt sehr selten vor. "Wir sind alle geschockt und können uns aktuell noch nicht vollständig erklären, wie es zu diesem schweren Verlauf bei den Geparden kommen konnte. Wir gehen bisher von einem Zusammentreffen mehrerer unglücklicher Umstände aus. Wir nehmen eine umfassende und in alle Richtung zielende Untersuchung dieser und weitere Fälle vor, da uns selbstverständlich weiterhin an Aufarbeitung der Fälle liegt. Uns allen ist daran gelegen einen gesunden, vitalen Tierbestand auf unserem Parkgelände zu haben", sagt Zoodirektorin Dr. Dr. Sabine Merz.

06.09.22: Seltene Vögel flattern bald im Lemurenwald umher

Diese beiden jungen Mähnenibisse, die wie ihre Affen-Mitbewohner auf Madagaskar vorkommen, sorgen schon jetzt für frischen Wind im Lemurenwald. Noch sind sie hinter den Kulissen zur Eingewöhnung, aber demnächst werden sie mit den Kronenmakis zusammen gelassen. Eine Vergesellschaftung von Arten aus dem gleichen Lebensraum soll eine naturnahe Haltung ermöglichen - davon profitieren natürlich auch die Zoobesucher.
Mähnenibisse kommen in nur fünf weiteren deutschen Zoos vor: "Es gibt im Allgemeinen nicht viele von ihnen, denn sie werden in ihrem Herkunftsland gejagt und von der Bevölkerung gegessen. Unser Geschwisterpaar ist eine freundliche Leihgabe vom Zoo Krefeld. Leihgaben sind in der Zoowelt bei seltenen Tieren üblich. Irgendwann soll ein Vogel aber gegen einen blutsfremden ausgetauscht werden, um hier ein Zuchtpaar zu halten", erläutert Dr. Kay Schwecht, Tierarzt sowie Vogel- und Affen-Kurator im Zoopark. „Wenn die Vergesellschaftung gut klappt, dann können wir uns auch noch vorstellen, eine weitere Tierart im Gehege unterzubringen. Platz ist ausreichend vorhanden und wir haben erst kürzlich das Außengehege durch ein großes Klettergerüst aufgewertet“, verrät Dr. Schwecht. Die Artenvielfalt im Zoopark soll weiterhin wachsen, deshalb ist zudem die Anschaffung weiterer Vogel- und Affenarten geplant. Der Mähnenibis, auch Schopfibis genannt, gehört auf Madagaskar zu den größten bodenlebenden Vögeln der Insel. Sein Name ist Programm: bei Erregung stellt er seinen Schopf, ähnlich einer Irokesenfrisur, auf. Mit seinem langen, gebogenen Schnabel stochert er im Waldboden nach Insektenlarven, Würmern, Spinnen und Schnecken. Sein cica 70 cm großes Nest baut er auf den untersten Ästen von Bäumen. Wie bei vielen Vogelarten im Vogelreich, brüten Weibchen und Männchen die zwei bis drei Eier gemeinsam aus und kümmern sich dann auch beide um die Aufzucht ihrer Küken.

03.09.22: Der Zoo zieht in die Innenstadt - für die nächsten 4 Wochen

Dieses Jahr richtet Erfurt den Tag der Deutschen Einheit aus. Getreu dem Motto "zusammen wachsen" sind wir bis zum 3. Oktober zwischen Naturkundemuseum und Erfurter Flughafen im Pop-Up-Store auf dem Fischmarkt vertreten. Heute um 12:30 Uhr wird er feierlich eröffnet. Kommt gerne vorbei!
Der Pop-Up-Store ist Montag bis Samstag von 10:00-18:00 Uhr geöffnet. Wer unsere Artenschutzprojekte unterstützen will, kann dies dort gerne tun - wir haben einen leeren Spendentrichter dort aufgebaut - und fragt jetzt nicht, wie wir ihn durch diese schmale Tür bekommen haben. Wir freuen uns über jede einzelne Spende!

01.09.22: Unsere Bisonherde wächst!

Aktuell seht ihr vier Kälber auf der Anlage - es könnte sein, dass sich eins noch auf den Weg macht. Wir wissen es aber nicht genau, da der Bulle ganzjährig bei den Kühen wohnt und wir nicht immer ein Auge auf sein Handeln und Treiben haben. Das kleine hellbraune Kuhkalb auf dem Foto ist erst vor kurzem im August geboren.

Es besitzt noch die sogenannte Jungtierschutz-Farbe, damit alle aus der Herde wissen, dass es sich hierbei um ein Junges handelt, was besonders geschützt werden muss.

30.08.22: Das war unserer Tropennacht 2022

Was für ein Abend! Wir bedanken uns an dieser Stelle recht herzlich bei allen Gästen, Künstlern und Zooparkmitarbeitern! Was hat euch am besten gefallen? Also wir finden ja vor allem, dass unsere Gärtnerinnen in ihren tierischen Kostümen eine echt gute Figur gemacht haben!

25.08.22: Zur TROPENNACHT - Freier Eintritt für Kids bis 12

Wusstet ihr eigentlich, dass Kinder bis 12 Jahre kostenlos zur Tropennacht reinkommen?! Na, wenn das kein Grund ist, mit der Familie nach der Schuleinführung in den Zoopark zu gehen. Feiert gemeinsam mit uns. Der freie Eintritt gilt übrigens schon ab 17 Uhr – also eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn! Hier noch weitere wichtige Infos:

- Ihr braucht kein zusätzliches Ticket, es wird der normale Eintritt an der Kasse gezahlt

- mit den Jahreskarten kommt ihr selbstverständlich rein (nur eine Neuausstellung bzw. Verlängerung nach 18 Uhr ist nicht möglich)

- alle, die vor 18 Uhr schon im Zoo sind, können sehr gerne drin bleiben

- Hier geht's zu den Tickets

19.08.22: Neue Nutztierrasse im Zoopark

Wolliges im Zoopark: zwei Kaschmirziegen sind ab sofort für Besucher auf dem Plateau des Zooparks zu sehen. Sie heißen NARA und SHARINA. Demnächst erwartet der Zoopark noch einen Bock. So ist im nächsten Jahr mit Nachwuchs zu rechnen. Mit viel Liebe haben Mitarbeiter unter Anleitung des Bereichstierpflegers Luca Georgy das Gehege für die Ziegen verschönert und auch das Haus frisch angemalt und dekoriert, in Anlehnung an den ursprünglichen Lebensraum dieser Ziegenrasse.

Benannt ist die Ziegenrasse nach der Ursprungsregion ihrer Verbreitung: dem Kaschmir-Gebirge im Himalaya. Entsprechend hochwertig ist die feine Unterwolle, die das Tier vor extremer Kälte (bis zu -40 Grad) schützt  und dem fertigen Wollprodukt Weichheit und Wärmeisolierung zugleich verleiht. Im Frühjahr, wenn das  Winterfell abgestoßen wird, werden die Ziegen gekämmt, um die Unterwolle zu erhalten. Sie werden damit nicht wie Schafe komplett geschoren. Entsprechend wenig Wolle wird pro Tier geliefert – was die Wolle sehr teuer macht.

Im Zoopark geht es natürlich nicht um die Wollproduktion. Durch die neue Rasse soll der Bestand an Haustieren aus den asiatischen Gebieten erweitert werden. Deshalb sind die kleinen Wiederkäuer neben den Yaks und den Trampeltieren angesiedelt. In Kürze kann auch eine Wanderung mit diesen aufgeweckten Ziegen im Zoopark gebucht werden.

11.08.22: Frühstück bei Familie Kea

Heute Morgen servierte unsere Auszubildende Rosalie ein ausgewogenes und gesundes Frühstück bestehend aus Fenchel-Papaya-Chicorée-Apfel-Spießen, einer bunten Obst-& Gemüseplatte, einer speziellen Papageien-Körnermischung sowie Schmandbrei und Weichfutter für die Jungvögel.

Diese könnt ihr nun täglich in der Voliere und an den Futternäpfen beobachten. Das selbstständige Fressen klappt schon sehr gut – wobei… Papa Maurice füttert seinen Nachwuchs doch noch sehr gerne von Schnabel zu Schnabel. Und damit es den Keas nicht langweilig wird, bekommen sie zu jeder Mahlzeit noch Beschäftigungsfutter. Heute gibt es Cashews und Walnüsse in einem verschlossenen Karton. ? Übrigens haben unsere Jungvögel endlich einen Namen – wir danken euch sehr für die vielen tollen Vorschläge in den vergangenen Wochen. Die beiden männlichen Küken heißen ARI und TAI. Während Ari noch einen Tierpaten sucht, wurde Tai bereits letzte Woche von seinem Tierpaten Thomas Kemmerich besucht. Wir freuen uns riesig über diese Tierpatenschaft. Wer ebenfalls Interesse hat, klickt bitte hier: https://www.zooparkstiftung-erfurt.de/tiere/kea

08.08.22: Schwedische Schafe in Zoopark gezogen

Der Zoopark-Haustierbestand hat sich um drei Schafe vergrößert. Sog. Gute-Schafe oder auch gehörnte Gotlandschafe bewohnen ab sofort den Erfurter Zoo. Die schwedische Landrasse zieht auf den Bauernhof und wird vorwiegend auf dem Geschützten Landschaftsbestandteil des Zoos weiden und die anderen Schafe und Ziegen bei den tierischen Mäharbeiten unterstützen.

Gute-Schafe sind sehr robust und stellen geringe Ansprüche an die Fütterung und die Haltung. Im Winter soll die weibliche Gruppe für ein paar Wochen Besuch von einem Bock erhalten, damit die Zucht eingeläutet werden kann. Gute-Schafe werden in nur vier deutschen Zoos gehalten. Sie sind wetterhart. Das mischwollige Fell besteht aus Unterwolle, Deckhaar und markhaltigen Haaren, was ihre Widerstandsfähigkeit gegen Kälte, Nässe und Wind ausmacht. Die meisten Tiere verlieren im Frühjahr selbstständig ihre Wolle, ohne geschoren werden zu müssen. Die Palette der Fellfarben ist bei den Gotlandschafen weit gefächert und reicht von fast weiß bis schwarz. Beide Geschlechter tragen schwach gedrehte, konvergierende oder divergierende Hörner, die überwiegend kräftig gerillt sind.