Alle Neuigkeiten aus dem Erfurter Zoopark

24.10.22: Malen für die Nashörner

Hat das die 5-jährige Emily aus Erfurt nicht schön gebastelt für uns? Das bringt uns auf eine Idee: Sind hier noch weitere kreative Kids, die gerne den Pinsel oder Buntstift schwingen und unseren Breitmaulnashörnern ein Bild malen wollen? Wir rufen zum Malwettbewerb auf! Bis zum 20. November 22 könnt ihr nach Herzenslust mit Farben experimentieren und eurer Schaffenskraft freien Lauf lassen.

Der Malwettbewerb läuft unter dem Motto: Meine Heimat. Was gefällt euch besonders an eurem Zuhause, an Thüringen, an Deutschland? Bringt es auf Papier und zeigt es uns und den Nashornkühen. Die besten 3 Kunstwerke bekommen eine exklusive Führung hinter die Kulissen des Nashornhauses. Gebt eure Bilder an der Kasse ab oder schickt sie uns an: Thüringer Zoopark Erfurt Malen für die Nashörner Am Zoopark 1 99087 Erfurt Vermerkt bitte eure Adresse, euer Alter und die Telefonnummer eines Elternteils, damit wir euch kontaktieren können.

22.10.22: Erstes Update aus dem Nashornhaus

Eins könnt ihr uns glauben, dass wir wieder Nashörner hier in Erfurt haben, erfüllt uns unheimlich mit Freude. Wir sind glücklich darüber, dass der Ausladevorgang gestern so gut verlief und die Tiere im Anschluss ruhig in ihren Boxen standen. Beide Tiere benötigen nun Zeit und vor allem Ruhe. Sie müssen sich an die neue Umgebung und ihre neuen Pfleger gewöhnen und auch an das jeweils andere Nashorn – denn die beiden haben sich gestern das erste Mal gesehen.

Für Lottie gab es schon gleich eine große Portion Streicheleinheiten. Sie liebt es, gegrault zu werden. Und Tierpflegerin Saskia Fiebig macht es gern. Beide Kühe haben sofort gefressen, was immer ein gutes Zeichen ist. Nach einer ersten Mahlzeit hat sich Stella sofort aufs Ohr gelegt, sie war sehr müde. Um die kommenden Nächte besser bewachen zu können, wurden mehrere Videokameras im und am Nashornhaus installiert. Unser Tierärzte-Team hat nun genau ein Auge darauf, was nachts im Haus los ist. Die erste Nacht verlief sehr ruhig, Stella und Lottie haben gut geschlafen. Heute Morgen gegen 7 Uhr war Saskia Fiebig die erste bei ihnen. Mit einem liebevollen "Good morning" wurden sie geweckt. Nun beginnt sie mit dem Säubern der Boxen, zum Frühstück wird frisches Heu serviert.

21.10.22: WELCOME STELLA & LOTTIE

Wir sind happy! Heute Morgen um 7 Uhr sind die beiden Nashornkühe nach vielen Stunden Fahrt wohlauf im Zoo angekommen. Unser Tierärzte-Team hat nach Ankunft der Tiere einen ersten Gesundheitscheck vorgenommen, um sicher zu gehen, dass sie stabil genug für den Ausladevorgang sind.

Lottie ist am 05.01.2020 im Colchester Zoo geboren. Und auch Stella ist gebürtige Engländerin. Sie kam am 07.09.2019 im Cotswold Wildlife Park zur Welt. Diese beiden Nashörner haben super Gene. Wenn sie geschlechtsreif sind, werden wir in enger Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zuchtbuchkoordinator für Breitmaulnashörner einen passenden Zuchtbullen nach Erfurt holen. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Stella und Lottie sollen im Erfurter Zoo erst einmal ankommen. Dabei hilft vor allem die erfahrene Tierpflegerin Saskia Fiebig. Seit gut 30 Jahren arbeitet sie im Zoo. Um die neuen Nashörner vorab kennenzulernen, reiste die Tierpflegerin gemeinsam mit Tierärztin Tina Risch nach England. Sowohl bei Stella als auch bei Lottie konnten schon Eigenheiten festgestellt werden. Lottie ist eher verschmust und eifrig beim Training dabei. Das ist gut, um ein schnelles Vertrauen aufzubauen. Stella ist ein bisschen kräftiger gebaut, etwas temperamentvoller und sehr neugierig. Sie kennt es, wenn Besucher in der Halle sind. Damit die beiden Nashörner sich in aller Ruhe in ihrem neuen Zuhause einleben können und sich gegenseitig kennenlernen können, bleibt das Nashornhaus vorerst geschlossen. Aber ihr könnt vielleicht schon kommende Woche auf der neuen Außenanlage beobachten, wie sich Stella und Lottie in der Schlammkuhle suhlen. Übrigens nicht wundern: Weil der Rote Berg aus Tonerde besteht, werden die Dickhäuter vermutlich früher oder später rötlich schimmernde Haut haben.

14.10.22: Unser buntes Herbstferien-Programm steht!

Alle Ferienkinder aufgepasst! Unser vielfältiges Herbstferien-Programm macht den Zoobesuch in den kommenden zwei Wochen zu einem bunten Erlebnis. Vom 17.-28. Oktober sind täglich folgende Aktionen geplant:

Erfahrt bei einer öffentlichen Führung wie die neue Erdmännchen-Königin heißt und ob evtl. bald Nachwuchs zu erwarten ist. Treffpunkt ist 10 Uhr vor dem Löwenhaus. Unser Zooschulpädagogen-Team wird bei der einstündigen kostenlosen Führung jede Kinderfrage beantworten.

Interessierte Kinder können aber auch unsere Tierpfleger bei der Arbeit unterstützen. Im Hirschwald werden um 11 Uhr die dort lebenden Sika- und Damwildhirsche mit Laub oder Möhren gefüttert. Auf der begehbaren Anlage wurde im Sommer ein Jungtier geboren – vielleicht schafft ihr es ja, ihm ganz nah zu kommen.

Sehr nah könnt ihr auf jeden Fall den Bauernhoftieren um 13 Uhr kommen, denn dort werden die Ponys und Esel unter Anleitung gestriegelt.

Und um 14 Uhr gibt es die Möglichkeit, mit den Yaks, Eseln oder Lamas durch den Zoo zu spazieren. Treffpunkt ist an der Yak-Anlage, gegenüber vom Plateau-Spielplatz.

07.10.22: Besondere Fütterung für Kibo

Unser Elefantenbulle Kibo wird am Sonntag 17 Jahre alt. Zur Feier des Tages erhält der Dickhäuter einen ganz besonderen Leckerbissen! Wer bei der Fütterung dabei sein möchte, hat 11 Uhr die Gelegenheit dazu. Je nach Wetterlage findet die Fütterung auf der Außenanlage oder im Elefantenhaus statt.
Wir bedanken uns bei Tierpate Klaus Neumann! Er unterstützt den Zoopark seit nun mehr als 20 Jahren! Wir sagen Danke für dieses langjährige Engagement! 
 
Kibo wurde übrigens 2005 im Zoologischen Garten Wuppertal geboren und kam am 19. August 2015 in die Thüringer Landeshauptstadt. Er ist der Sohn von Tusker (heute in Rhenen – Ouwehands Dierenpark/Niederlande) und Numbi (heute in Tiergarten Wien-Schönbrunn/Österreich). Sein fünf Jahre jüngerer Bruder Tuluba ist heute im französischen Zoo du Bassin d'Arcachon zu Hause. 

30.09.22: Kleines Yakkalb geboren

Es gibt Nachwuchs im Thüringer Zoopark Erfurt: Am 27.09.2022 erblickte ein Hausyak das Licht der Welt. Die neue Zoobewohnerin, eine kleine Kuh, hört auf den Namen Edith, die Elterntiere sind Mutter Jenny und Yakbulle Kala.

Die kleine Kuh wurde in der Herde geboren und lebt deshalb auch zusammen mit den anderen Yaks. Mutter Jenny kümmert sich rührend um ihren Nachwuchs und folgt der kleinen Edith auf Schritt und Tritt.

Das routinemäßig durchgeführte Setzen der Ohrmarken begleitete auch Beigeordneter Matthias Bärwolff. Er begrüßte die neue Zoobewohnerin und vergewisserte sich nach ihrem Wohlbefinden.

Alle Besucher haben bereits jetzt schon die Möglichkeit, das Jungtier auf der Außenanlage der Hausyaks zu beobachten. 

 

22.09.22: Ein tierisches Erlebnis für die ganze Familie: Erfurter Zootage im Herbst

Wir führen euch Samstag und Sonntag wieder hinter die Zoo-Kulissen. Besucher erhalten einen exklusiven Einblick in die Arbeitswelt der Zootierpfleger, können ihre Fragen stellen und lernen Wissenswertes über die Tiere. Das alles ohne Aufpreis – lediglich der Zoo-Eintritt wird an der Kasse gezahlt.

16.09.22: Kinderino erfüllt Herzenswünsche

Macht mit bei der tollen Kinderwunschaktion am Sonntag dem 18.09.22 zwischen 9 und 18 Uhr auf unserem Bauernhof! Gebt den Herzenswunsch eurer Kinder direkt vor Ort ab, mit ein bisschen Glück geht der Wunsch bald in Erfüllung!

14.09.22: Thüringer Zoopark Erfurt trauert um verstorbene Geparde

Traurige Nachrichten aus dem Zoopark: Gepardin Ashanti, eines der Jungtiere aus dem Jahr 2018, sowie die mit ihren knapp 13 Jahren hoch betagte Gepardenmutter Sima sind leider verstorben. Die pathologischen Untersuchungen laufen, erste grobe Ergebnisse liegen vor.

Es ist bekannt, dass die Erfurter Geparde an einer, vermutlich genetisch-bedingten, Kupferstoffwechsel-Störung leiden. Die Tiere werden seit Jahren von unseren Tierärzten behandelt, die Krankheit ist aber nicht heilbar. Kupfermangel hat Auswirkungen auf viele Stoffwechselkreisläufe. Die Diagnostik ist sehr schwierig, erfordert meist eine Vollnarkose. Bei chronisch kranken Tieren ist das ein hohes Risiko. Kupfer ist im Körper bei vielen Vorgängen, unter anderem bei der Ausbildung des Immunsystems und der Blutbildung, beteiligt.

Vergangene Woche kam es im Gepardengehege zu einer massenhaften Besiedelung mit Flöhen. Katzenflöhe sind nicht ungewöhnlich, können bei schwachen oder chronisch kranken Tieren jedoch schnell Komplikationen hervorrufen. In dieser Jahreszeit kann ein Massenbefall auch mal sehr schnell erfolgen, da die Flöhe sich auf ihr Überleben im Winter vorbereiten. Unklar ist, woher die Parasiten kamen. Ein Eintrag über verwilderte Hauskatzen aus dem Umfeld des Zoos sind eine hohe  Wahrscheinlichkeit, aber auch Igel, Marder oder Füchse sind denkbar, da der Zoopark einen hohen Bestand an Wildtieren auf seinem großen Gelände beheimatet. Da Flöhe Blut saugen, kann es zu schweren Anämien kommen. Die vierjährige Ashanti zeigte in der ersten pathologischen Untersuchung eine hochgradige Leberveränderung und schwerste Blutarmut, an der sie dann verstarb. Ihre Schwester Jala und Mutter Sima wurden von unseren Tierärzten  in Narkose umfangreich behandelt. Der vierjährigen Jala geht es schon wieder besser. Sima verstarb nach kurzfristiger Besserung vier Tage später, trotz intensiver medizinischer Behandlung. 

Erste grobe Patho-Befunde zu Sima liegen nur mündlich vor und deuten auf eine sehr schwere Bauchfellentzündung als Todesursache hin, dazu bestand auch bei ihr eine Anämie durch Flohbefall. Ursächlich für die Bauchfellentzündung könnte ein Stück Knochen von einem Futtertier sein, welches den Darm verletzt haben könnte. Das wird weiter untersucht. Für einen Gepard hat Sima mit knapp 13 Jahren ein hohes Alter erreicht. Die chronisch, unheilbare Krankheit, vor allem bei den Jungtieren, könnte eine erhöhte Anfälligkeit für Parasiten und andere Krankheitserreger bedingt haben. Zur Kupfermangelkrankheit bei Geparden, ihrer Auswirkung und ihrer Therapie gibt es wenig Untersuchungen und Erfahrung. Sie kommt sehr selten vor. "Wir sind alle geschockt und können uns aktuell noch nicht vollständig erklären, wie es zu diesem schweren Verlauf bei den Geparden kommen konnte. Wir gehen bisher von einem Zusammentreffen mehrerer unglücklicher Umstände aus. Wir nehmen eine umfassende und in alle Richtung zielende Untersuchung dieser und weitere Fälle vor, da uns selbstverständlich weiterhin an Aufarbeitung der Fälle liegt. Uns allen ist daran gelegen einen gesunden, vitalen Tierbestand auf unserem Parkgelände zu haben", sagt Zoodirektorin Dr. Dr. Sabine Merz.

06.09.22: Seltene Vögel flattern bald im Lemurenwald umher

Diese beiden jungen Mähnenibisse, die wie ihre Affen-Mitbewohner auf Madagaskar vorkommen, sorgen schon jetzt für frischen Wind im Lemurenwald. Noch sind sie hinter den Kulissen zur Eingewöhnung, aber demnächst werden sie mit den Kronenmakis zusammen gelassen. Eine Vergesellschaftung von Arten aus dem gleichen Lebensraum soll eine naturnahe Haltung ermöglichen - davon profitieren natürlich auch die Zoobesucher.
Mähnenibisse kommen in nur fünf weiteren deutschen Zoos vor: "Es gibt im Allgemeinen nicht viele von ihnen, denn sie werden in ihrem Herkunftsland gejagt und von der Bevölkerung gegessen. Unser Geschwisterpaar ist eine freundliche Leihgabe vom Zoo Krefeld. Leihgaben sind in der Zoowelt bei seltenen Tieren üblich. Irgendwann soll ein Vogel aber gegen einen blutsfremden ausgetauscht werden, um hier ein Zuchtpaar zu halten", erläutert Dr. Kay Schwecht, Tierarzt sowie Vogel- und Affen-Kurator im Zoopark. „Wenn die Vergesellschaftung gut klappt, dann können wir uns auch noch vorstellen, eine weitere Tierart im Gehege unterzubringen. Platz ist ausreichend vorhanden und wir haben erst kürzlich das Außengehege durch ein großes Klettergerüst aufgewertet“, verrät Dr. Schwecht. Die Artenvielfalt im Zoopark soll weiterhin wachsen, deshalb ist zudem die Anschaffung weiterer Vogel- und Affenarten geplant. Der Mähnenibis, auch Schopfibis genannt, gehört auf Madagaskar zu den größten bodenlebenden Vögeln der Insel. Sein Name ist Programm: bei Erregung stellt er seinen Schopf, ähnlich einer Irokesenfrisur, auf. Mit seinem langen, gebogenen Schnabel stochert er im Waldboden nach Insektenlarven, Würmern, Spinnen und Schnecken. Sein cica 70 cm großes Nest baut er auf den untersten Ästen von Bäumen. Wie bei vielen Vogelarten im Vogelreich, brüten Weibchen und Männchen die zwei bis drei Eier gemeinsam aus und kümmern sich dann auch beide um die Aufzucht ihrer Küken.

03.09.22: Der Zoo zieht in die Innenstadt - für die nächsten 4 Wochen

Dieses Jahr richtet Erfurt den Tag der Deutschen Einheit aus. Getreu dem Motto "zusammen wachsen" sind wir bis zum 3. Oktober zwischen Naturkundemuseum und Erfurter Flughafen im Pop-Up-Store auf dem Fischmarkt vertreten. Heute um 12:30 Uhr wird er feierlich eröffnet. Kommt gerne vorbei!
Der Pop-Up-Store ist Montag bis Samstag von 10:00-18:00 Uhr geöffnet. Wer unsere Artenschutzprojekte unterstützen will, kann dies dort gerne tun - wir haben einen leeren Spendentrichter dort aufgebaut - und fragt jetzt nicht, wie wir ihn durch diese schmale Tür bekommen haben. Wir freuen uns über jede einzelne Spende!

01.09.22: Unsere Bisonherde wächst!

Aktuell seht ihr vier Kälber auf der Anlage - es könnte sein, dass sich eins noch auf den Weg macht. Wir wissen es aber nicht genau, da der Bulle ganzjährig bei den Kühen wohnt und wir nicht immer ein Auge auf sein Handeln und Treiben haben. Das kleine hellbraune Kuhkalb auf dem Foto ist erst vor kurzem im August geboren.

Es besitzt noch die sogenannte Jungtierschutz-Farbe, damit alle aus der Herde wissen, dass es sich hierbei um ein Junges handelt, was besonders geschützt werden muss.