Herzlich Willkommen!

Mit fast 63 Hektar Fläche ist der Thüringer Zoopark Erfurt der drittgrößte wissenschaftlich geleitete Zoo Deutschlands und beherbergt mehr als 1000 Tiere aus aller Welt in 157 Arten. Die großzügig gestalteten Anlagen sind dem natürlichen Lebensraum der Tiere nachempfunden. Viele davon sind auch für unsere Besucher begehbar. Damit erleben Sie Tiere aus aller Welt – beinahe hautnah!

Das Team des Thüringer Zooparks freut sich auf euren Besuch.

News aus dem Zoopark

11.04.24: Plötzlich großer Bruder: Nachwuchs bei den Mohrenmakis

Seit dem vergangenen Juli leben die Mohrenmakis Uta, Brutus und Bruno im Lemurenwald des Zooparks Erfurt. Kurz vor seinem ersten Geburtstag ist Bruno nun großer Bruder geworden. Ob er demnächst mit Bruder oder Schwester durch die Anlage tobt, wird sich noch zeigen...

Der Mohrenmaki (Eulemur macaco) ist ein mittelgroßer Lemur. Mohrenmakis weisen einen starken Geschlechtsdichromatismus auf: Die Männchen sind vollkommen schwarz, während die Weibchen gelb- bis rostbraun gefärbt sind und weiße Ohrbüschel tragen. Die Jungtiere können eine sehr unterschiedliche Körperfärbung haben, meist sind sie dunkel gefärbt. Das Geschlecht lässt sich anfangs ausschließlich über die Farbe der Ohrbüschel bestimmen – männliche Jungtiere tragen immer schwarze Ohrbüschel tragen, weibliche hingegen weiße – wobei bei dem in Erfurt geborenen Jungtier noch Uneinigkeit ob der Farbe der Ohrbüschel herrscht.

Vater Brutus und Bruder Bruno zeigen sich sehr interessiert. Um Mutter und Jungtier Ruhe zu geben, verbringen die beiden einen Teil des Tages zu Zweit. Ab und zu unternimmt das Gespann schon kurze Ausflüge in den Außenbereich. Am 15. April, wenn Brutus seinen ersten Geburtstag feiert, wissen wir bezüglich des Jungtieres hoffentlich mehr. Noch trägt die 16-jährige Uta den Nachwuchs gut behütet am Bauch. Sobald das Jungtier mit etwa zwei Wochen auf den Rücken klettert, wird es besser zu sehen sein. Die Tragzeit bei Mohrenmakis beträgt rund 130 Tage. Meist wird ein Junges geboren, selten Zwillinge. Mit 6 bis 7 Monaten sind die Jungtiere entwöhnt und selbständig.

Im Freiland sind Mohrenmakis stark gefährdet. Beschränkt auf ein kleines Gebiet im Nordwesten Madagaskars sowie auf die Inseln Nosy Be und Nosy Komba, besiedeln die Mohrenmakis Feuchtwälder. Ihr Lebensraum ist zudem stark fragmentiert und wird durch Brandrodungen weiter zerstört. Darüber hinaus werden die Tiere gejagt und gefangen. Die Art wurde bereits 1986 als gefährdet eingestuft. Seit 2020 gilt sie als stark gefährdet. Die Bestände sind leider Rückläufig.

Mohrenmakis sind tag- und nachtaktiv, sie ernähren sich hauptsächlich von Früchten, nehmen aber auch junge Blätter, Sämlinge, Blüten, Nektar, ergänzt durch Pilze, Rinde und Wirbellose. Sie leben in Gruppen von bis zu 15 Individuen, die sich um einen Kern von dominanten Weibchen bilden. Der Kontaktruf der aufgeweckten Lemuren ist ein tiefes Grunzen, bei Alarm wird gekreischt. In den Abendstunden lassen sie gemeinsam Geschrei erklingen. Gegenseitige Fellpflege, mit der unteren, fast waagerecht stehenden und damit kammähnlichen Zahnreihe, steht hoch im Kurs. Ein zweites zentrales Putzwerkzeug befindet sich am Hinterfuß; die zweite Zehe hat einen auffällig langen Nagel und wird auch „Putzkralle“ genannt. Außerdem markieren Mohrenmakis mit ihren Analdrüsen ihre Artgenossen und ihre Umgebung.

In den kommenden Tagen werden weitere Fotos und Informationen zum Mohrenmaki-Nachwuchs folgen. Aktuell wollen wir Uta und ihr Jungtier nicht unnötig stören.

08.04.24: Lämmer, Zicklein, Ferkel und Kälbchen: Nachwuchs auf dem Bauernhof

Auf dem Bauernhof gibt es derzeit zahlreichen Tiernachwuchs zu bestaunen: Thüringer Waldziege, Bulgarenziege, Krainer Steinschaf, Rhönschaf, Hinterwälder Rind, Woll¬schwein – es blökt, grunzt und ruft an jeder Ecke.

Der Axmanns Hof ist ein Schaubauernhof, auf dem sich viele alte wie schützenswerte Haus- und Nutztierrassen tummeln. Die auf den Koppeln des Hofs lebenden Thüringer Waldziegen, Rhönschafe, Krainer Steinschafe und die Bulgarenziegen zählen zu den gefährdeten Haustierrassen und haben allesamt Nachwuchs.

Krainer Steinschafe stammen ursprünglich aus dem Alpenraum; sie sind unterschiedlich gefärbt, teilweise sogar gescheckt. Sie leben zusammen auf einer Koppel mit den Rhön­schafen, die sehr gut an dem schwarzen Kopf bei sonst weißem Fell zu erkennen sind. Ebenfalls mit auf der Koppel leben die Thüringer Waldziegen und ihr Nachwuchs.

Nebenan leben die Hinterwälder Rinder, deren erstes Kalb dieses Jahres neugierig die Koppel erkundet. Bei Familie Wollschwein, direkt gegenüber, entdecken drei kleine Fer­kel die Welt samt benachbarter Koppeln. Auffällig temperamentvoll ist der Nachwuchs der Bulgarenziegen, ob Holzstämme, Futtertrog oder Muttertier, sie zeigen überall, was für geschickte Kletterer sie sind. Auffälligstes Merkmal der Bulgarenziegen ist das lange Fell und, bei den Böcken, die großen, in sich gedrehten Hörner.

2019 wurde unser Bauernhof von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. als so genannter Archepark ausgezeichnet. Hier gibt es neben den beschriebenen Tieren auch Thüringer Waldesel, Bulgarenesel, Cröllwitzer Puten, Lauf­enten, Steinbacher Kampfgänse und andere Tiere zu bewundern.

In den kommenden Tagen und Wochen wird weiterer Tiernachwuchs bei den Haus- und Nutztieren des Zoos erwartet, beispielsweise bei den Quessant-Schafen, den Westafrika­nischen Zwergziegen, den Haus-Yaks, den Trampeltieren aber auch bei den Bisons.

Für alle Tiere im Zoopark Erfurt können Tierpatenschaften übernommen werden. Wer Interesse an einer Tierpatenschaft hat, findet auf der Seite der Zooparkstiftung unter www.zooparkstiftung-erfurt.de alle Informationen sowie Ansprechpartner.

28.03.24: Sonnensittich, Graupapagei, Balistar und Edwardsfasan – Volierenneubau eingeweiht

Am gestrigem Mittwoch wurde der Volieren-Neubau unterhalb des Plateaus eingeweiht. Der aus drei Volieren bestehende Neubau ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V., der Thüringer Zooparkstiftung und dem Thüringer Zoopark Erfurt.

Verein und Stiftung trugen gut drei Viertel der Baukosten, der Zoopark Erfurt investierte rund 85.000 Euro in die Anlage und erbrachte Eigenleistungen bei der Einrichtung und Gestaltung der Volieren. Im Rahmen der Einweihung dankten die Bauherren den Mit­gliedern, Tierpaten und Spendern, mit deren Engagement dieses Vorhaben erst möglich wurde.

Die neuen Bewohner haben die unmittelbar am Besucherweg gelegene Anlage gut angenommen: Balistar und Edwardsfasan teilen sich eine Voliere. Die zwei Brutpaare sind Vertreter stark gefährdeter Arten. Ohne die Zucht in menschlicher Obhut wären bei­de Arten ausgestorben. Umso schöner, dass die Balistare in ihrer neuen Unterkunft drei Küken großziehen und die Edwardsfasane derzeit brüten. Die mittlere Voliere bewohnen unsere Graupapageien Bruno und Bärbel, die vielen langjährigen Zooparkbesuchern wohlbekannt sind. In der rechten Voliere sind sechs Sonnensittiche eingezogen. Die Sittiche sind nicht nur auffällig gefärbt, sie sind auch außerordentlich gut zu hören. Auch hier sind die ersten Küken geschlüpft. Die Sonnensittich-Voliere ist so angelegt, dass perspektivisch noch bodenbewohnende Vögel einziehen werden.  

Wie für alle Tiere im Zoopark Erfurt, können auch für Sonnensittich, Balistar und Co. Tierpatenschaften übernommen werden. Wer Interesse an einer Tierpatenschaft hat, findet auf der Seite der Zooparkstiftung unter www.zooparkstiftung-erfurt.de alle Informationen sowie Ansprechpartner.

Die nächsten Veranstaltungen

20.04.2024 | 19:00

Taschenlampentour *AUSGEBUCHT*

 
28.04.2024 | 10:00

Frühlingsfest & Kinderflohmarkt

 
05.05.2024 | 11:00

Entdeckertage: Geckos

 

Nicht verpassen: Fütterungszeiten

Die Tiere des Thüringer Zooparks erhalten in der Regel, fast wie wir Menschen, ihr Futter zu festen Tages- und Uhrzeiten. Bei einigen Tierarten haben die Besucher die Möglichkeit, bei einer teilweise kommentierten Fütterung zuzuschauen oder dem Tierpfleger Fragen zu stellen. Die Fütterungen dauern jeweils etwa 15 Minuten.

11:00 Uhr Geparde
Gepardenanlage
12:00 Uhr Kattas
Lemurenwald / Scheibe
13:15 Uhr Elefanten
Außenanlage
13:30 Uhr Bisons
Außenanlage
14:15 Uhr Keas
Vogelweg
14:30 Uhr Löwen
Außenanlage / Achtung: Freitag ist Fasttag!
15:00 Uhr Erdmännchen
Außenanlage
16:50 Uhr Löffelhunde
Löwensavanne

Tierpatenschaften

Eine tierische Verbindung: Werde Tierpate im Thüringer Zoopark Erfurt!

Du hast ein absolutes Lieblingstier oder möchtest den Thüringer Zoopark auf originelle Weise unterstützen? Mit einer Tierpatenschaft schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe (natürlich nur im übertragenen Sinne): Wähle aus über 100 verschiedenen Tierarten deinen ganz persönlichen Liebling aus – für sich selbst oder das Büroteam, als besonderes Geschenk für ein Familienmitglied, den besten Freund, gute Bekannte oder eine Kollegin.

Eine Tierpatenschaft gilt für ein Jahr, kann aber auch gern länger oder dauerhaft eingerichtet werden.

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