Herzlich Willkommen!

Mit fast 63 Hektar Fläche ist der Thüringer Zoopark Erfurt der drittgrößte wissenschaftlich geleitete Zoo Deutschlands und beherbergt rund 940 Tiere aus aller Welt in 136 Arten. Die großzügig gestalteten Anlagen sind dem natürlichen Lebensraum der Tiere nachempfunden. Viele davon sind auch für unsere Besucher begehbar. Damit erleben Sie Tiere aus aller Welt – beinahe hautnah!

Das Team des Thüringer Zooparks freut sich auf euren Besuch.

News aus dem Zoopark

11.10.23: Der Waldrapp – eine Erfolgsgeschichte der Wiederansiedlung

Den Einzug vier neuer Waldrappe möchten wir zum Anlass nehmen, über diese besonderen Vögel und ihre erfolgreiche Wiederansiedlung zu berichten. Mit den vier dreijährigen Nachzuchten aus Ungarn, leben nunmehr 13 Vertreter dieser stark gefährdeten Art in Erfurt.

Der stark gefährdete Waldrapp ist eine Art, die hauptsächlich aus Artenschutzgründen im Zoo gehalten wird. Einerseits geht es darum, langfristig eine ex situ-Reservepopu­lation zu erhalten, weil der Wildbestand klein und auf wenige Orte lokalisiert ist. An­dererseits beteiligen sich zahlreiche Zoos an Forschungs- und Wiederansiedlungspro­jekten.

Der zur Familie der Ibisse zählende Waldrapp ist eine ehemals in Mitteleuropa hei­mische, erst verschollene, dann im Nahen Osten wiederentdeckte Art. Die Vorkommen des Waldrapps (Geronticus eremita) sind stark begrenzt: Es gibt eine alteingesessene Populationen in Marokko, eine halbwilde Population in Birecik (Türkei) sowie Wieder­ansiedlungsprojekte in Spanien, Österreich, Bayern und Baden-Württemberg. Das Über­winterungsgebiet der deutsch-österreichischen Kolonien liegt in der italienischen Laguna di Orbetello.

Der Waldrapp gehört zu den stark bedrohten Tierarten (Rote Liste) und wurde lange als vom Aussterben bedroht eingestuft. Die 2018 vorgenommene Rückstufung wurde dank intensiver Schutz- und Managementmaßnahmen möglich. Neben einer weniger als 300 adulte Wildvögel zählenden Reliktpopulation im Westen des Mittelmeerraums, exis­tieren einige halbwilde Populationen und eine Reservepopulation in Zoos, die über 1000 Vögel umfasst. Eine Beurteilung aus dem Jahr 2020 stuft die europäische Popula­tion immer noch als regional ausgestorben ein und begründet dies damit, dass die ausgewilderten Populationen noch nicht vollständig selbsterhaltend seien.

Durch ausgeklügelte Aufzuchtprogramme konnten Anfang 2022 knapp 200 Vögel in den Auswilderungspopulationen im europäischen Alpenraum nachgewiesen werden. Auch in Erfurt gezüchtete Vögel konnten bereits erfolgreich ausgewildert werden. Damit die per Hand und in Volieren aufgezogenen Waldrappe die Route in ihr Winter­quartier finden, zeigen ihnen die "Ziehmütter" per Leichtflugzeug den gut 1.000 km langen Weg. Die kleine Kolonie im Erfurter Zoopark ist Teil der Reservepopulation. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für den Waldrapp wird seit 1988 vom Al­penzoo Innsbruck geführt, die Auswilderung erfolgt unter anderem über die Stiftung Europäisches Naturerbe sowie das EU-Projekt "Reason for Hope – Reintroduction oft he Northern Bald Ibis in Europe".

Die Waldrapp-Anlage im Thüringer Zoopark Erfurt ist begehbar, meist sitzen die optisch eindrucksvollen Vögel in der Felswand oder auf den weit oben angebrachten Sitzstangen. Der Waldrapp erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 80 cm und eine Flügelspannweite von bis zu 135 cm. Auffällig sind der unbefiederte Kopf und die schopfartig verlängerten Nachfedern, das Gefieder ist schwarz mit metallischem Glanz.

Natürliche Hauptnahrung des Waldrapps sind Insekten und deren Larven, Ameisen­eier, Spinnen, Skorpione, Würmer sowie kleine Reptilien und Amphibien, gelegentlich Kleinsäuger und Vögel. Der Waldrapp erreicht ein Alter von 25 bis 30 Jahren und bleibt auch bis ins hohe Alter brutaktiv. Die Jungen werden mit 3 Jahren geschlechtsreif, gelangen aber meist erst mit 6 Jahren zur Fortpflanzung.

Wer für einen unserer Waldrappe eine Patenschaft übernehmen möchte ist herzlich willkommen und kann eine Patenschaft zu einem Grundbetrag von 175 Euro über die Thüringer Zoopark-Stiftung abschließen: www.zooparkstiftung-erfurt.de/tiere/waldrapp-ibis.

08.10.2023: Nachwuchs auf dem Bauernhof – Thüringer Waldesel und Hinterwälder Rind

Mitte September haben wir über Instagram nach einem Namen für den kleinen Thüringer Waldeselhengst gesucht, der am 16. September geboren wurde. Enno, Erwin und Egon standen zur Auswahl, mit fast 50 Prozent Zustimmung wurde der Name Enno gewählt; und damit ein Name, der sehr gut mit dem Namen der 2007 in Erfurt geborenen Mutter harmoniert, mit Emma.

Der Thüringer Waldesel, auch Mülleresel genannt, ist seit 2019 eine anerkannte Rasse. Die Vertreter der Mittelesel sind für ihr ruhiges Gemüt bekannt und bei unseren Besuchern sehr beliebt. Enno ist neugierig und täglich mit seiner Mutter und den anderen Eseln auf der Koppel zu erleben.

Am selben Tag wurden vier Wollschweine geboten, über die wir bereits berichtet haben. Jüngster Nachwuchs auf dem Bauernhof ist ein kleiner Hinterwälder Rinderbulle. Noch liegt das Jungtier viel im Offenstall und ruht, aber mit jedem Tag wird der kleine Bulle neugieriger. Hinterwälder Rinder sind eine bedrohte, selten gewordene Rasse. Sie stammt ursprünglich aus dem Südschwarzwald und hat ein sehr ruhiges und umgängliches Gemüt. Damit sind sie ideal für einen Schaubauernhof geeignet.

29.09.2023: Neugierige Ferkelbande auf dem Bauernhof

Der Nachwuchs unserer Wollschweine sorgt für allerlei Action auf dem Schaubauerhof. Die vier kürzlich geborenen Ferkel erweitern Stück für Stück ihren Radius und unter¬nehmen immer öfter Ausflüge auf die benachbarten Koppeln. Doch kein Grund zur Sorge, die muntere Truppe findet zuverlässig zurück zur Muttersau zurück.

Die borstigen, urtümlich aussehenden Wollschweine gehören zu den Vorfahren heuti­ger Edelschweinrassen. Die eigentliche Heimat des Wollschweins ist Osteuropa, wo es als Mangalitza-Schwein bekannt ist. Im Rahmen der Industrialisierung der Nutztier­zucht nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Wollschweine im 20. Jahrhundert von den viel schneller wachsenden Mastleistungsrassen verdrängt. Heute gibt es wieder leicht zunehmende Bestände in Osteuropa, Deutschland, Österreich und der Schweiz; die Zucht wird begleitet durch die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH).                                                                   

Alle vier Wollschweinrassen (Sus scrofa f. domestica) haben ein stark ausgebildetes Haarkleid mit vielen und langen Borsten, sie sind deshalb auch besonders kälteresistent und werden ganzjährig im Freien gehalten. Während für Ferkel moderner Mastschweine Wärmelampen montiert werden müssen, reicht den Wollschweinferkeln das von ihrer Mutter gebaute Nest auch bei kalter Witterung aus. Auf dem Schaubauernhof im Zoopark Erfurt leben so genannte Schwalbenbauch-Wollschweine. Ähnlich wie der namensgebende Vogel, haben auch die Schweine im Erfurter Zoo eine dunkle Oberseite und einen beige-creme-farbenen Bauch.

Überhaupt sind Wollschweine sehr robuste und widerstandsfähige Tiere. Die intelli­genten, neugierigen Tiere haben einen gutmütigen Charakter, häufig suchen sie den Kontakt zum Menschen. Sie brauchen ausreichend Platz zum Wühlen sowie eine Suhle zum Abkühlen und gegen Parasiten.  

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Die nächsten Veranstaltungen

21.10.2023 | 10:00

Herbstfest & Kinderflohmarkt

 
21.10.2023 | 18:30

Führung zum Thema "Liebe & Triebe im Tierreich" mit Frau Schmidt

 
01.07.2023 - 31.10.2023

Open Stage im Zoopark

 

Nicht verpassen: Fütterungszeiten

Die Tiere des Thüringer Zooparks erhalten in der Regel, fast wie wir Menschen, ihr Futter zu festen Tages- und Uhrzeiten. Bei einigen Tierarten haben die Besucher die Möglichkeit, bei einer teilweise kommentierten Fütterung zuzuschauen oder dem Tierpfleger Fragen zu stellen. Die Fütterungen dauern jeweils etwa 15 Minuten.

12:00 Uhr Kattas
Lemurenwald / Scheibe
13:15 Uhr Elefanten
Außenanlage
13:30 Uhr Bisons
Außenanlage
14:15 Uhr Keas
Vogelweg
14:30 Uhr Löwen
Außenanlage / Achtung: Freitag ist Fasttag!
15:00 Uhr Erdmännchen
Außenanlage
16:50 Uhr Löffelhunde
Löwensavanne

Tierpatenschaften

Eine tierische Verbindung: Werde Tierpate im Thüringer Zoopark Erfurt!

Du hast ein absolutes Lieblingstier oder möchtest den Thüringer Zoopark auf originelle Weise unterstützen? Mit einer Tierpatenschaft schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe (natürlich nur im übertragenen Sinne): Wähle aus über 100 verschiedenen Tierarten deinen ganz persönlichen Liebling aus – für sich selbst oder das Büroteam, als besonderes Geschenk für ein Familienmitglied, den besten Freund, gute Bekannte oder eine Kollegin.

Eine Tierpatenschaft gilt für ein Jahr, kann aber auch gern länger oder dauerhaft eingerichtet werden.

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