Alle Neuigkeiten aus dem Erfurter Zoopark

15.05.24: Die ersten Bisonkälber erkunden die Anlage

Was für ein Timing: Während des Fototermins für die am Wochenende geborenen Bisonkälber, brachte Bisonkuh Alaska ebenfalls ein Jungtier zur Welt, so dass nunmehr drei Jungtiere auf der Anlage zu sehen sind. Zwei weitere Kälber werden in den nächsten Tagen erwartet.

Bei den am Samstag und Sonntag geborenen Jungtieren handelt es sich um Weibchen. Ob das heutige Jungtier männlich oder weiblich ist wird sich zeigen. Alle drei Kälber sind wohlauf, erkunden gemeinsam mit ihren Müttern die Bison-Plains und nehmen Stück für Stück Kontakt zu den Herdenmitgliedern auf. Die 10.000 Quadratmeter gro­ße Anlage bietet einem erwachsenen Bullen, bis zu fünf erwachsenen Kühen und ihren Jungtieren Platz.

Der Bison ist das größte noch lebende Wildtier Nordamerikas. Die mächtigen aber ge­fährdeten Wildrinder sind ausgesprochen genügsam. Der Präriebison ist ein Charak­tertier der nordamerikanischen Grasländer, im Sommer frisst er Gräser und Kräuter, im Winter vertrocknetes Gras, Flechten und Moose. Mit ihrem dichten Fell trotzen sie Wind und Schnee. Jetzt im Frühjahr sind sie im Fellwechsel und sehen bisweilen mächtig zerzaust aus.

Die Zuchtgruppe im Thüringer Zoopark um den Bullen Emons, genannt „Bulli“, hat jedes Jahr Kälber. Nach einer Tragzeit von rund 274 Tagen kommt in der Regel ein ein­zelnes, ocker- bis rotbraun gefärbtes Kalb mit einem Gewicht von ca. 20 bis 30 kg zur Welt. Bis die Jungtiere das Gewicht von 400 bis 900 kg erreichen, wachsen sie mehrere Jahre lang. Sie werden rund ein dreiviertel Jahr gesäugt. Innerhalb der Herden bilden sie Kindergärten.

Wer sich für eine Patenschaft für diese imposanten Tiere interessiert, erhält dazu Informationen bei der Thüringer Zoopark Stiftung unter www.zooparkstiftung-erfurt.de.

10.05.24: Wartburg-Esel werden Landschaftspfleger

Peter, Conny, Liesel, Max und Moritz – fünf der ehemaligen Wartburg-Esel – widmen sich die kommenden Monate der Landschaftspflege im Zoopark Erfurt. Nachdem die Eselstation Eselei der Eisenacher Wartburg nach 120-jähriger Geschichte im Jahr 2020 schloss und 2022 endgültig abgerissen wurde, sind fünf der Wartburgesel nun temporär im Erfurter Zoo untergekommen.

Die Eselstation war in den Frühlings- und Sommermonaten eine Touristenattraktion am Hauptzugangsweg zur Wartburg. Seit 1900 konnten Touristen mit den acht bis zehn Eseln ein etwa 400 Meter langes Wegstück zur Burg hinaufreiten. Der Einsatz von Eseln reicht noch weiter zurück, rund 800 Jahre dienten sie als Lasttiere der Versor­gung der Burg mit Trinkwasser, Brennholz, Lebensmitteln und Baumaterialien.

Nach Schließung der Eselei gingen die Wartburgesel in Privatbesitz über und zogen in die Rhön. Aufgrund einer Erkrankung der Besitzerin muss eine neue dauerhafte Unter­kunft gefunden werden. Gerne unterstützt der Zoopark Erfurt und bietet den Eseln bis zur Vermittlung eine Unterkunft im GLB, dem geschützten Landschaftsbestandteil beim Waldwanderweg. Während Max und Liesel noch etwas auf dem Hof bleiben und die Pfleger besser kennenlernen, ging es für Moritz, Conny und Peter auf die 14,4 Hektar große Weide, die sie direkt sehr neugierig erkundet haben.  

Peter, Conny, Liesel, Max und Moritz sind zwischen 17 und 24 Jahre alt und damit teils schon etwas betagter, gemessen an der Lebensdauer von bis zu 40 Jahren sind sie aber im besten Alter. Ab Herbst sollen die Esel in Rücksprache mit der Besitzerin in die Ver­mittlung, wobei sie bestenfalls als Gruppe, mindestens zu zweit, notfalls aber auch einzeln in eine bestehende Gruppe vermittelt werden. Von Höfen mit tiergestützter Therapie bis Gnadenhof sind verschiedene Unterkünfte denkbar.  

Bis dahin kann die muntere Truppe in Nachbarschaft zu Rhönschafen, Steinschafen, Thüringer Waldziegen und Exmoorponys auf dem Trockenrasen des GLB eseltypische Vegetation genießen. In dem sie Gräser, Laub und Rinde fressen, halten so die aufkom­menden Büsche kurz und erhalten damit die Offenlandschaft.

Interessenten melden sich bitte unter: zoopark@erfurt.de

08.05.24: Zuchtpläne mit Gepardenkater Cash

Das erste Zusammentreffen von Judy und Cash war von zugewandter Neugier geprägt. Am Montagabend traf der knapp zweijährige Gepardenkater Cash aus dem Zoo Rostock in Erfurt ein. Noch am selben Abend lernten sich die Erfurter Gepardin Judy und Kater Cash kennen. Jetzt heißt es zunächst Abwarten und Beobachten und hoffen, dass Judy zunächst rollig und später tragend wird.

Mit dem Zuzug von Judy (Djehuti) und dem Weggang von Jala Mitte April wurden die Weichen für die Wiederaufnahme der Gepardenzucht gelegt. Für die Gepardin Judy liegt seitens des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP eine Zuchtempfehlung vor. Mit Kater Cash hat der EEP-Zuchtbuchkoordinator einen passenden Kater ausfin­dig gemacht.

Die kommenden Tage verbringen die beiden Geparde in derselben Anlage, anfangs allerdings noch durch einen Zaun voneinander getrennt. Sobald Judy rollig ist, werden die beiden in der Hoffnung auf eine erfolgreiche Verpaarung zusammengeführt. Die Nachzuchten aus dieser Verpaarung werden zwingend für die weitere Erhaltungszucht dieser charismatischen Tierart benötigt.

Wir werden regelmäßig über den weiteren Fortgang berichten. In der Phase der Eingewöhnung kann es zu Unregelmäßigkeiten bei den öffentlichen Fütterungen kommen.  

Weiterführende Informationen

Die Bedrohung der Geparde in der Wildbahn sowie ihre Zucht in Zoos sind zwei As­pekte, die eng miteinander verbunden sind und große Herausforderungen darstellen. In seinen Ursprungsgebieten hat der Gepard mit verschiedenen Bedrohungen zu kämpfen, die seinen Bestand gefährden: Dazu gehören der Verlust seines natürlichen Lebensraums durch die Ausbreitung menschlicher Siedlungen und die Umwandlung von Wildgebieten in landwirtschaftlich genutzte Flächen. Dies führt zu einer zuneh­menden Fragmentierung seines Lebensraums, was seinerseits die natürliche Wander­ung und den Austausch von Populationen erschwert. Zusätzlich ist der Gepard vielfach Opfer von Wilderei und dem illegalen Handel mit Tierprodukten. Die geringe geneti­sche Vielfalt aufgrund von Inzucht in einigen Populationen verschärft die Situation zusätzlich.

Um den langfristigen Schutz des Geparden zu gewährleisten, spielen Zoos eine wichti­ge Rolle. Durch ihre Beteiligung an internationalen Erhaltungszuchtprogrammen tra­gen Zoologische Gärten zur genetischen Vielfalt und zum langfristigen Überleben der Art bei. Allerdings stehen auch Zoos vor Herausforderungen bei der Haltung und Zucht von Geparden. Die Bewahrung einer gesunden genetischen Vielfalt und das Manage­ment von Populationen in menschlicher Obhut erfordern sorgfältige Planung und Koordination. Darüber hinaus müssen Zoos sicherstellen, dass die Bedürfnisse der Geparde in Bezug auf Platz, Sozialstruktur und natürliche Verhaltensweisen bestmöglich erfüllt werden, um ihr Wohlergehen zu gewährleisten.

Insgesamt ist die Zusammenarbeit zwischen Zoos, Naturschutzorganisationen und Regierungen entscheidend, um die Bedrohungen für Geparden in der Wildnis anzu­gehen und gleichzeitig eine gesunde und nachhaltige Population in menschlicher Obhut zu erhalten, um den Erhalt dieser faszinierenden Tiere zu sichern.

03.05.24: Nachwuchs bei den Trampeltieren

Da wollte jemand das sonntägliche Frühlingsfest vom vergangenen Wochenende nicht verpassen: In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde Batu geboren, ein kleiner Trampeltierhengst.

Kamelstute Sulaja, eine erfahrene Mutter, hat den jungen Mann seitdem stets im Blick. Da Batu die ersten Tage recht wackelig auf denen Beinen war, stellen wir den Trampeltiernachwuchs erst jetzt vor. Den klangvollen Namen Batu haben die Bereichs­pfleger ausgewählt. Batu ist ein mongolischer Vorname und bedeutet so viel wie „der Treue“, im Türkischen hat der Name Batu die Bedeutung „der Starke“ oder auch „der Heldenhafte“.

Sulaja und ihrem Hengstfohlen geht es gut. Mittlerweile erkundet Batu neugierig und auf staksigen Beinen den oberen Teil der Kamelanlage und lernt seine Artgenossen kennen. Am liebsten liegt er derzeit jedoch im Sandbett im Unterstand.

Von der Box aus hat er auch schon beim Kameltraining zusehen können. Das Training dient sowohl der Beschäftigung der gelehrigen Tiere als auch Pflegern und Tierärzten, welche sich einen besseren Eindruck über Wesen und Gesundheit des Tieres verschaf­fen und dieses, wenn nötig, leichter medizinisch behandeln können.

Wer an einer Tierpatenschaft für Batu oder für eines der anderen Trampeltiere interessiert ist, erfährt alles Wissenswerte dazu bei der Zooparkstiftung: www.zooparkstiftung-erfurt.de.

17.04.24: Gepardin Jala zieht nach Saarbrücken

Am gestrigen Dienstag stand im Thüringer Zoopark ein ganz besonderer Transport an. Schon früh am Morgen setzte sich das auffällig gemusterte Zooauto in Bewegung, mit an Bord die fast sechsjährige Gepardin Jala. Die reibungslose Verladung in die Transportkiste war ein Ergebnis der vertrauensvollen Beziehung zu ihren Tierpfleger:innen und dem regelmäßigen Tiertraining.

Die im Jahr 2018 im Erfurter Zoo geborene Jala wird nun auf Empfehlung des Zucht­buchkoordinators des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Geparde in Saarbrücken leben. Dort wird sie zusammen mit einem älteren Kater in einer nicht züchtenden Gemeinschaft ihr Zuhause finden. Aufgrund einer vermutlich genetisch bedingten Erkrankung darf sich Jala nicht fortpflanzen.

Während Jala Erfurt verlässt, erhielt die in Erfurt verbleibende Gepardin Judy (Djehuti) eine Zuchtempfehlung vom EEP. In den kommenden Wochen wird ein junger Kater in die neue Gepardenanlage in Erfurt einziehen. Die Nachzuchten aus dieser Verpaarung werden zwingend für die weitere Erhaltungszucht dieser charismatischen Tierart benötigt.

Die Bedrohung der Geparde in der Wildbahn sowie ihre Zucht in Zoos sind zwei As­pekte, die eng miteinander verbunden sind und große Herausforderungen darstellen. In seinen Ursprungsgebieten hat der Gepard mit verschiedenen Bedrohungen zu kämpfen, die seinen Bestand gefährden: Dazu gehören der Verlust seines natürlichen Lebensraums durch die Ausbreitung menschlicher Siedlungen und die Umwandlung von Wildgebieten in landwirtschaftlich genutzte Flächen. Dies führt zu einer zuneh­menden Fragmentierung seines Lebensraums, was seinerseits die natürliche Wander­ung und den Austausch von Populationen erschwert. Zusätzlich ist der Gepard vielfach Opfer von Wilderei und dem illegalen Handel mit Tierprodukten. Die geringe geneti­sche Vielfalt aufgrund von Inzucht in einigen Populationen verschärft die Situation zusätzlich.

Um den langfristigen Schutz des Geparden zu gewährleisten, spielen Zoos eine wichti­ge Rolle. Durch ihre Beteiligung an internationalen Erhaltungszuchtprogrammen tra­gen Zoologische Gärten zur genetischen Vielfalt und zum langfristigen Überleben der Art bei. Die Zucht in Zoos ermöglicht es auch, das Verhalten und die Biologie dieser faszinierenden Raubkatze besser zu verstehen, was wiederum dabei helfen kann, effektivere Schutzmaßnahmen in der Wildbahn zu entwickeln. Auch die Erfurter Geparden waren bereits mehrfach an Forschungsarbeiten hierzu beteiligt. So konnte im Erfurter Zoo eine durch künstliche Intelligenz gesteuerte Fangeinrichtung für Geparde entwickelt – für medizinische Untersuchungen und um die Tiere in sichere Gebiete umzusiedeln – und individuelle Lautäußerungen erforscht werden.

Allerdings stehen auch Zoos vor Herausforderungen bei der Haltung und Zucht von Geparden. Die Bewahrung einer gesunden genetischen Vielfalt und das Management von Populationen in menschlicher Obhut erfordern sorgfältige Planung und Koordina­tion. Darüber hinaus müssen Zoos sicherstellen, dass die Bedürfnisse der Geparde in Bezug auf Platz, Sozialstruktur und natürliche Verhaltensweisen bestmöglich erfüllt werden, um ihr Wohlergehen zu gewährleisten.

Insgesamt ist die Zusammenarbeit zwischen Zoos, Naturschutzorganisationen und Regierungen entscheidend, um die Bedrohungen für Geparden in der Wildnis anzu­gehen und gleichzeitig eine gesunde und nachhaltige Population in menschlicher Obhut zu erhalten, um den Erhalt dieser faszinierenden Tiere zu sichern.

11.04.24: Plötzlich großer Bruder: Nachwuchs bei den Mohrenmakis

Seit dem vergangenen Juli leben die Mohrenmakis Uta, Brutus und Bruno im Lemurenwald des Zooparks Erfurt. Kurz vor seinem ersten Geburtstag ist Bruno nun großer Bruder geworden. Ob er demnächst mit Bruder oder Schwester durch die Anlage tobt, wird sich noch zeigen...

Der Mohrenmaki (Eulemur macaco) ist ein mittelgroßer Lemur. Mohrenmakis weisen einen starken Geschlechtsdichromatismus auf: Die Männchen sind vollkommen schwarz, während die Weibchen gelb- bis rostbraun gefärbt sind und weiße Ohrbüschel tragen. Die Jungtiere können eine sehr unterschiedliche Körperfärbung haben, meist sind sie dunkel gefärbt. Das Geschlecht lässt sich anfangs ausschließlich über die Farbe der Ohrbüschel bestimmen – männliche Jungtiere tragen immer schwarze Ohrbüschel tragen, weibliche hingegen weiße – wobei bei dem in Erfurt geborenen Jungtier noch Uneinigkeit ob der Farbe der Ohrbüschel herrscht.

Vater Brutus und Bruder Bruno zeigen sich sehr interessiert. Um Mutter und Jungtier Ruhe zu geben, verbringen die beiden einen Teil des Tages zu Zweit. Ab und zu unternimmt das Gespann schon kurze Ausflüge in den Außenbereich. Am 15. April, wenn Brutus seinen ersten Geburtstag feiert, wissen wir bezüglich des Jungtieres hoffentlich mehr. Noch trägt die 16-jährige Uta den Nachwuchs gut behütet am Bauch. Sobald das Jungtier mit etwa zwei Wochen auf den Rücken klettert, wird es besser zu sehen sein. Die Tragzeit bei Mohrenmakis beträgt rund 130 Tage. Meist wird ein Junges geboren, selten Zwillinge. Mit 6 bis 7 Monaten sind die Jungtiere entwöhnt und selbständig.

Im Freiland sind Mohrenmakis stark gefährdet. Beschränkt auf ein kleines Gebiet im Nordwesten Madagaskars sowie auf die Inseln Nosy Be und Nosy Komba, besiedeln die Mohrenmakis Feuchtwälder. Ihr Lebensraum ist zudem stark fragmentiert und wird durch Brandrodungen weiter zerstört. Darüber hinaus werden die Tiere gejagt und gefangen. Die Art wurde bereits 1986 als gefährdet eingestuft. Seit 2020 gilt sie als stark gefährdet. Die Bestände sind leider Rückläufig.

Mohrenmakis sind tag- und nachtaktiv, sie ernähren sich hauptsächlich von Früchten, nehmen aber auch junge Blätter, Sämlinge, Blüten, Nektar, ergänzt durch Pilze, Rinde und Wirbellose. Sie leben in Gruppen von bis zu 15 Individuen, die sich um einen Kern von dominanten Weibchen bilden. Der Kontaktruf der aufgeweckten Lemuren ist ein tiefes Grunzen, bei Alarm wird gekreischt. In den Abendstunden lassen sie gemeinsam Geschrei erklingen. Gegenseitige Fellpflege, mit der unteren, fast waagerecht stehenden und damit kammähnlichen Zahnreihe, steht hoch im Kurs. Ein zweites zentrales Putzwerkzeug befindet sich am Hinterfuß; die zweite Zehe hat einen auffällig langen Nagel und wird auch „Putzkralle“ genannt. Außerdem markieren Mohrenmakis mit ihren Analdrüsen ihre Artgenossen und ihre Umgebung.

In den kommenden Tagen werden weitere Fotos und Informationen zum Mohrenmaki-Nachwuchs folgen. Aktuell wollen wir Uta und ihr Jungtier nicht unnötig stören.

08.04.24: Lämmer, Zicklein, Ferkel und Kälbchen: Nachwuchs auf dem Bauernhof

Auf dem Bauernhof gibt es derzeit zahlreichen Tiernachwuchs zu bestaunen: Thüringer Waldziege, Bulgarenziege, Krainer Steinschaf, Rhönschaf, Hinterwälder Rind, Woll¬schwein – es blökt, grunzt und ruft an jeder Ecke.

Der Axmanns Hof ist ein Schaubauernhof, auf dem sich viele alte wie schützenswerte Haus- und Nutztierrassen tummeln. Die auf den Koppeln des Hofs lebenden Thüringer Waldziegen, Rhönschafe, Krainer Steinschafe und die Bulgarenziegen zählen zu den gefährdeten Haustierrassen und haben allesamt Nachwuchs.

Krainer Steinschafe stammen ursprünglich aus dem Alpenraum; sie sind unterschiedlich gefärbt, teilweise sogar gescheckt. Sie leben zusammen auf einer Koppel mit den Rhön­schafen, die sehr gut an dem schwarzen Kopf bei sonst weißem Fell zu erkennen sind. Ebenfalls mit auf der Koppel leben die Thüringer Waldziegen und ihr Nachwuchs.

Nebenan leben die Hinterwälder Rinder, deren erstes Kalb dieses Jahres neugierig die Koppel erkundet. Bei Familie Wollschwein, direkt gegenüber, entdecken drei kleine Fer­kel die Welt samt benachbarter Koppeln. Auffällig temperamentvoll ist der Nachwuchs der Bulgarenziegen, ob Holzstämme, Futtertrog oder Muttertier, sie zeigen überall, was für geschickte Kletterer sie sind. Auffälligstes Merkmal der Bulgarenziegen ist das lange Fell und, bei den Böcken, die großen, in sich gedrehten Hörner.

2019 wurde unser Bauernhof von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. als so genannter Archepark ausgezeichnet. Hier gibt es neben den beschriebenen Tieren auch Thüringer Waldesel, Bulgarenesel, Cröllwitzer Puten, Lauf­enten, Steinbacher Kampfgänse und andere Tiere zu bewundern.

In den kommenden Tagen und Wochen wird weiterer Tiernachwuchs bei den Haus- und Nutztieren des Zoos erwartet, beispielsweise bei den Quessant-Schafen, den Westafrika­nischen Zwergziegen, den Haus-Yaks, den Trampeltieren aber auch bei den Bisons.

Für alle Tiere im Zoopark Erfurt können Tierpatenschaften übernommen werden. Wer Interesse an einer Tierpatenschaft hat, findet auf der Seite der Zooparkstiftung unter www.zooparkstiftung-erfurt.de alle Informationen sowie Ansprechpartner.

28.03.24: Sonnensittich, Graupapagei, Balistar und Edwardsfasan – Volierenneubau eingeweiht

Am gestrigem Mittwoch wurde der Volieren-Neubau unterhalb des Plateaus eingeweiht. Der aus drei Volieren bestehende Neubau ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V., der Thüringer Zooparkstiftung und dem Thüringer Zoopark Erfurt.

Verein und Stiftung trugen gut drei Viertel der Baukosten, der Zoopark Erfurt investierte rund 85.000 Euro in die Anlage und erbrachte Eigenleistungen bei der Einrichtung und Gestaltung der Volieren. Im Rahmen der Einweihung dankten die Bauherren den Mit­gliedern, Tierpaten und Spendern, mit deren Engagement dieses Vorhaben erst möglich wurde.

Die neuen Bewohner haben die unmittelbar am Besucherweg gelegene Anlage gut angenommen: Balistar und Edwardsfasan teilen sich eine Voliere. Die zwei Brutpaare sind Vertreter stark gefährdeter Arten. Ohne die Zucht in menschlicher Obhut wären bei­de Arten ausgestorben. Umso schöner, dass die Balistare in ihrer neuen Unterkunft drei Küken großziehen und die Edwardsfasane derzeit brüten. Die mittlere Voliere bewohnen unsere Graupapageien Bruno und Bärbel, die vielen langjährigen Zooparkbesuchern wohlbekannt sind. In der rechten Voliere sind sechs Sonnensittiche eingezogen. Die Sittiche sind nicht nur auffällig gefärbt, sie sind auch außerordentlich gut zu hören. Auch hier sind die ersten Küken geschlüpft. Die Sonnensittich-Voliere ist so angelegt, dass perspektivisch noch bodenbewohnende Vögel einziehen werden.  

Wie für alle Tiere im Zoopark Erfurt, können auch für Sonnensittich, Balistar und Co. Tierpatenschaften übernommen werden. Wer Interesse an einer Tierpatenschaft hat, findet auf der Seite der Zooparkstiftung unter www.zooparkstiftung-erfurt.de alle Informationen sowie Ansprechpartner.

21.03.24: Kröte, Gundi oder Hörnchen - SWE verlosen Tierpatenschaften

Gewinne 1 von 30 Tierpatenschaften für einen Bewohner des Thüringer Zoopark Erfurt. Wähle dazu aus einer Liste von 10 Tieren dein Wunschtier aus. Mit etwas Glück gewinnst du die Patenschaft und die SWE übernehmen die Kosten. Die Patenschaft wird direkt mit der Thüringer Zoopark Stiftung geschlossen, gilt für ein Jahr und kann auf Wunsch verlängert werden.

Die Teilnahme am Gewinnspiel ist ganz einfach:

Bitte hinterlege im Profil der App "SWE Für Erfurt" deine SWE Energie-Kundennummer und dann kannst an der Vorteils-Verlosung teilnehmen. Zur Teilnahme an der Verlosung brauchst du nur den Button "Vorteil einlösen" drücken. Wenn daraufhin ein Häkchen und der Text "Vorteil eingelöst" erscheint, hast du am Gewinnspiel teilgenommen. Der Einsendeschluss ist der 08.04.2024. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

Hier geht's zum Gewinnspiel

20.03.24: Balistar - in der Natur vom Aussterben bedroht

Drei hungrige Mäuler strecken sich unserem Balistar-Paar seit Mitte März entgegen. Erst kürzlich zogen die beiden Balistare zur Eingewöhnung in ihre neue Voliere, die sie sich mit den ebenfalls hoch bedrohten Edwardsfasanen teilen. Die neue, aus drei Volieren bestehende, Anlage wird am kommenden Mittwoch offiziell eingeweiht.

Wie der Name schon sagt, lebt der Balistar in Südostasien auf der Insel Bali. Außerdem gibt es eine angesiedelte Population auf der südöstlich von Bali gelegenen Insel Nusa Penida. Der Lebensraum des Balistars ist geprägt von Trockenwald, Graslandschaften und landwirtschaftlichen Nutzflächen. Dort ernähren sich die Vögel von Insekten, Wir­bellosen, aber auch von Früchten. Es gibt im Freiland nur wenige Dutzend Vögel. Ob­wohl sie in einem Nationalpark leben, werden immer wieder welche für den Heimtier­handel gefangen werden. Zudem wird weiterhin Wald in Plantagen umgewandelt und menschliche Siedlungen bereiten sich aus.

Der vom Aussterben bedrohte Balistar ist für die europäischen Zoos eine Art, die höchste Priorität genießt. Die Erhaltung einer ex situ-Population (außerhalb des ursprünglichen Lebensraums) wird durch ein Zuchtprogramm gewährleistet, aus dem wiederholt Vögel zurück nach Indonesien gebracht und in Schutzgebieten ausgewildert werden konnten. Dementsprechend ist die Art recht häufig in Zoos anzutreffen, sie wird in rund 140 euro­päischen Zoos gehalten. Das Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) wird vom Kölner Zoo koordiniert. Man geht davon aus, dass der Bestand auf Bali ab 2006 ausge­storben war und nur durch ausgewilderte Vögel wieder aufgebaut werden konnte.

Balistare sind ausgesprochen friedlich und lassen sich gut mit anderen Arten vergesell­schaften. Das Höchstalter wird mit 22 Jahren angegeben. In ihrer neuen Voliere haben sich die Balistare gut eingelebt und zeigen wenig Scheu vor den Besuchern.

Während die Voliere für die Balistare und Edwardsfasane sowie die Voliere für die Graupapageien bereits fertiggestellt ist, laufen die finalen Arbeiten an der Voliere für unsere Sonnensittiche auf Hochtouren. Am 27. März wird die neue Anlage gemeinsam mit dem Verein der Zooparkfreunde und der Zooparkstiftung Erfurt eröffnet, denn bei dem Neubau handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt.   

18.03.24: Hautpflege XXL – Elefantenbäume eingeweiht

Mit großem Interesse und einigem Trompeten hat unsere Elefantenherde den ersten der drei Großbäume auf der Elefantenanlage in Beschlag genommen. Die rund zehn Meter aus dem Boden ragende Eiche dient den Dickhäutern zur Hautpflege und Beschäftigung.

In der letzten Woche wurden auf der Elefantenanlage drei Großbäume in den Boden eingelassen. Die drei Eichen messen knapp 13 Meter und wiegen drei bzw. vier Tonnen. Bis die Vorbereitungen abgeschlossen waren, vergingen einige Wochen und viele Part­ner waren im Boot, denen wir an dieser Stelle herzlich danken: Ein besonderer Dank gilt dem Thüringer Forstamt Erfurt-Willrode, deren Kollegen im Rahmen der anfallenden Forstarbeiten Ausschau gehalten haben nach geeigneten Bäumen und diese für uns ent­sprechend vorbereitet haben, Danke auch an die Firma Forst-Service Stephan für den Transport. Die Erfurter Niederlassung der Firma Spie SAG schenkte dem Zoopark eine Seitenkippwanne für den Radlader und die erfahrenen Kollegen der MaxiMum Kran­technik sprangen recht kurzfristig ein und hoben die Baumriesen in die vorbereiteten Bodenhülsen.

Die beiden Bäume auf der Außenanlage der Kühe werden dann im April für die Elefanten zugänglich sein, sobald der hintere Teil der Anlage mit zunehmender Vegetation wieder geöffnet wird. Die Bäume dienen den Elefanten als Beschäftigung: Sie eigenen sich gut zur Hauptpflege. Die Rinde werden die Elefanten in Kürze vollständig abgeschält haben. Außerdem sind die Bäume bestens geeignet um sich anzulehnen oder auch dafür, die eigenen Kräfte zu messen. Darüber hinaus sind die drei Bäume eine optische Bereicherung für die Anlage.

Das Interesse unserer Elefanten war ziemlich groß und auch unsere Gäste waren begeistert ob der lautstarken Reaktion. Nach Schlammpackung, Sandbad und Vollbad, wurde sich ausgiebig an dem Stamm geschubbert, die Rinde wurde mit Stoßzähnen und Rüssel abgeschält und die Stabilität mit vollem Körpereinsatz geprüft. Wir freuen uns sehr, dass die Bäume so gut angenommen werden.

15.03.24: Hallo Karim – Trampeltierhengst in Erfurt eingetroffen

Am heutigen Freitagmorgen traf der Trampeltierhengst Karim im Thüringer Zoopark Erfurt ein. Geboren wurde der zweijährige Hengst im Opelzoo Kronberg. Mit einem Jahr zog er in die Außenstelle des Tierparks Görlitz, welcher bekannt ist für seine gute Grundausbildung junger Kamele.

Mit Karim legt der Zoopark Erfurt den Grundstein für die zukünftige Zucht und Trainingsarbeit der Trampeltiere. Der junge Hengst ist sehr ausgeglichen, hat ein freundliches Wesen und eine ausgeprägte Mimik.

Den Sommer verbringt Karim mit zwei unserer Kamelstuten, Zari und Khalessi, auf der Sommerweide oberhalb der Festwiese. Die beiden haben den jungen Trampeltierhengst freundliche empfangen. Karim kam im Tausch mit einer im Jahr 2023 geborenen Trampeltierstute nach Erfurt.  

Am kommenden Sonntag, den 17. März, wird Karim zwei Jahre alt. Besuchen kann man ihn nahe der Festwiese. Karim ist gut zu erkennen, er ist in der Gruppe der drei Kamele der kleinste, mit seinen zwei Jahren ist er noch nicht ausgewachsen.

Trampeltiere gehören zur Familie der Kamele, diese gibt es mit zwei Höckern (Trampeltier), mit einem Höcker (Dromedar) sowie ohne Höcker (Lama). Im Zoopark Erfurt leben Trampeltiere und Lamas.