Alle Neuigkeiten aus dem Erfurter Zoopark

15.06.2023: Einfacher Nachwuchs ist schön, doppelter ist schöner.

Es ist schon wieder einen Monat her, dass im Lemurenwald ein zweites Kattajungtier geboren wurde. Es wird also höchste Zeit, euch den Nachwuchs vorzustellen.

Damit hat das am 3. April geborene Jungtier einen Spielkameraden mit dem es toben, klettern und den Lemurenwald erkunden kann. Es ist eine große Freude, die beiden Jungtiere in unserem Lemurenwald in Interaktion miteinander, mit ihren Muttertieren und mit der Gruppe zu beobachten.

Spätestens seit dem Film "Madagascar" sind die munteren Lemuren mit den maskenhaften Gesichtern und dem schwarz-weißen Ringelschwanz so gut wie allen Besuchern bekannt und sehr beliebt. Kattas gehören zu den Lemuren und sind auf der Insel Madagaskar beheimatet, sie sind tagaktiv und lieben es in der Sonne zu baden.

Der begehbare Lemurenwald wurde im Jahr 2012 eingeweiht. Auf verschlungenen Pfaden führt der Weg ganz nah an den neugierigen Kattas vorbei. In einer zweiten, nicht begehbaren Anlage, können Kronenmakis, eine zweite Lemurenart, sowie Mähnenibisse beobachtet werden.

Für das Jungtier wird die Thüringer Zoopark Stiftung in Kürze einen Tierpaten suchen. Nähere Information zum Tierpatenprogramm finden sich auf der Website der Stiftung unter www.zooparkstiftung-erfurt.de.

09.06.2023: Die ersten Flamingo-Küken sind geschlüpft

Den aufmerksamen Besuchern wird es bereits aufgefallen sein: die ersten Flamingo-Küken sind geschlüpft. Aktuell sitzen fünf Flamingos auf den Eiern, bzw. auf ihrem Nachwuchs. Die Gelege bestehen in der Regel aus einem Ei, das für rund 30 Tage abwechselnd von beiden Eltern ausgebrütet wird.

Die Dunenküken sind grau und haben anfänglich einen kurzen, geraden Schnabel und kurze Beine. Mit vier bis sieben Tagen verlassen sie in Begleitung ihrer Eltern das Nest. Das erste, überwiegend braungraue Jugendkleid entwickelt sich ab etwa dem 40. Le­benstag. Im Alter von zwei bis drei Monaten werden die Jungtiere flügge und beginnen umherzustreifen. Mit drei bis vier Jahren sind sie voll ausgefärbt, geschlechtsreif werden sie mit fünf bis sechs Jahren. Die Vögel können ein Alter von über 70 Jahren erreichen.

Der Rosaflamingo ist der größte Vertreter der Familie der Flamingos. Er erreicht von der Schnabel- bis zur Schwanzspitze eine Länge von rund 130 cm. Und, was viele Men­schen nicht wissen, der Rosaflamingo ist weniger exotisch als es zunächst erscheint: Der europäische Brutbestand wird auf 45.000 bis 62.400 Paare geschätzt. Der Weltbe­stand wird auf 550.000 bis 680.000 Individuen geschätzt und nimmt zu. Die größten europäischen Populationen befinden sich in Spanien, der Türkei, Frankreich und Ita­lien. Darüber hinaus gibt es weitere Brutgebiete im tropischen Afrika, an der nordafri­kanischen Atlantikküste, im Mittelmeerraum, am Kaspischen Meer sowie in Indien und Pakistan.

Der Rosaflamingo ist an Salinen und Salz- oder Soda-Seen und seichte Brackwasser­lagunen gebunden, wo er reichlich kleine Krebstiere wie Salinen- und Flohkrebse, Schnecken und andere Wirbellose aber auch Algen findet, die er mit seinem Schnabel aus dem Wasser seiht und die ihm seine rosa Farbe verleihen. Ohne dieses Futter wären sie weiß. Bei uns ist dem Futter Paprikapulver beigesetzt.

Flamingos sind wegen ihres Verhaltens und ihrer anatomisch-physiologischen Eigen­schaften, von denen viele im Zoo erforscht wurden, interessant für die Zoopädagogik. Der Rosaflamingo ist als europäische Art von besonderem Interesse und in deutschen Zoos die am häufigsten gehaltene Flamingoart.

09.06.2023: Es wird gebaut: Gepardenanlage auf der Zielgerade / Geier, Loris und Sumpfwallabys sind aktuell nicht zu sehen

In einem Zoopark ist bauseitig immer etwas zu tun – von Instandhaltung- und Sanierungsarbeiten, über Reparaturen bis hin zu Neubauten. Aktuell wird an vielen Stellen im Zoo gebaut und gebuddelt. Um die Baumaßnahmen künftig transparenter zu machen, werden die Aufsteller im Gelände des Zooparks durch Informationen auf der Website ergänzt und erhalten dort künftig eine eigene Rubrik.

Die derzeit größte Baustelle ist unsere künftige Gepardenanlage (siehe Foto). Das ehemalige Giraffenhaus mit Außenanlage wurde in Eigenleistung gepardenfreundlich umgebaut – mit beheizten Liegeplätzen, Sonnen-, Rückzugs- und Klettermöglichkeiten. Die Maß­nahme befindet sich auf der Zielgeraden: Das Innenhaus ist weitestgehend fertig, die Außenanlage ist baulich und gärtnerisch gestaltet. In den nächsten Wochen können Rasen und Pflanzen anwachsen, dann wird die Anlage bezogen. Selbstverständlich werden wir rechtzeitig vor der Eröffnung informieren. Bis dahin kann unsere Gepardin auf der vorhandenen Anlage besucht werden.

Aktuell nicht zu sehen sind die Sumpfwallabys, die Gänsegeier und die Loris. Während die Sympfwallabys schon länger in der Quarantäne leben, für sie wird eine komplett neue Anlage gebaut, sind Geier und Loris erst vor kurzem umgezogen. Die Quarantäne-/Ausweichstation ist für den Besucherverkehr nicht zugänglich. Die Voliere der Loris erhält eine neue Scheibe, das geht natürlich nur, wenn die Vögel kurzzeitig woanders untergebracht werden. Bei unseren Gänsegeiern wird der Hang erneuert.  

Eine weitere Baustelle ist die neue Sittichanlage, über die schon mehrfach berichtet wurde und in die unter anderen Sonnensittiche einziehen werden. Die Baumaßnahme wird finanziell unterstützt durch die Zooparkstiftung und den Verein der Zoopark­freunde. Auch hier nähern sich die Arbeiten langsam dem Ende. Sobald die Eröffnung in Sicht ist, werden wir informieren.

Bis dahin bitten wir um Verständnis dafür, dass einige Tiere nicht zu sehen sind und für die veränderte Wegeführung.  

01.06.23: Kinderflohmarkt zum Kinder- & Hüpfburgenfest im Juli

Im Rahmen unseres Kinder- & Hüpfburgenfestes am 8. und 9. Juli findet auch wieder ein Kinderflohmarkt statt. Von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr kann von Spielzeug über Kleidung bis hin zu Kleinmöbeln und Accessoires fürs Kinderzimmer alles angeboten und gekauft werden. Die Standgebühr für ein Kind mit Begleitperson beträgt 15,00 Euro, der Eintritt ist inklusive. Der Zoopark stellt Biertische und Bänke zur Verfügung.

Interessenten melden sich bitte unter zooparknews@erfurt.de

Alle Infos zum Kinderfest: www.zoopark-erfurt.de/kinderfest

25.05.23: Über 8500 Euro erlöst: Artenschutzeuro erfolgreich eingeführt

Ein Jahr lang wurden im Zoopark Erfurt für drei verschiedene Freilandprojekte Geld gesammelt. Besucher konnten gleich an der Kasse einen Euro für den Artenschutz spenden. Im Zoopark selbst waren dann zwei Spendentrichter das Mittel der Wahl, um ein spezielles Projekt zu unterstützen..

Für das zooparkeigene Kimboza-Forest-Gecko-Projekt kamen so 2031,42 Euro allein im Spendentrichter zusammen. Hinzu kommen noch weitere Spenden durch die Infostände an Zoofesten und Aktionen z. B. des Imbiss am Nashornhaus.

Das Projekt zur Zucht und Wiederansiedlung des kritisch bedrohten Edwardsfasans, den man ab diesem Sommer auch im Zoopark bewundern kann, erbrachte 749 Euro.

Für den Gonarezhou Nationalpark, der eine sichere Zuflucht nicht nur für Elefanten in Simbabwe darstellt, wurden 5349,09 Euro gegeben. Hinzu kamen 350 Euro an Startgeldern des Zooparklaufs. Der SSV Erfurt Nord e. V.  spendet jedes Jahr einen Euro vom Startgeld je Läufer für den Artenschutz.

Damit wurden im ersten Jahr von April 2022 bis März 2023  mehr als 8 500 Euro direkt von Besuchern im Namen des Artenschutzes gespendet.

Ab April 2023 bis März 2024 werden zwei Freilandprojekte durch den Artenschutzeuro unterstützt: das Gecko-Projekt des Zooparks und das Rote Panda Netzwerk in Nepal. Die Netzwerk- Organisation hilft den kleinen Bambusbären beim Überleben in den Wäldern an den Hängen des Himalaya. Wiederaufforstung, Anti-Wilderer-Patrouillen und die Aufklärung der Bevölkerung sind ein Hauptanliegen der Artenschützer.

Helfen Sie mit! Einfach beim nächsten Zooparkbesuch an der Kasse den Artenschutzeuro bezahlen. Jeder Euro zählt!

24.05.23: Präriehunde erobern die Außenanlage

Unser Präriehundenachwuchs erobert nicht nur die Außenanlage, sondern auch die Herzen unserer Besucher. Eine bislang noch unbestimmte Anzahl an Jungtieren tummelt sich auf der großzügigen Anlage neben den Bisons...

Die Erfurter Präriehunde leben bei den Bison-Plains. Während in der Bisonherde drei Jungtiere die Welt erkunden, geht es in der Präriehunde-Kolonie etwas unübersicht­lich zu. Die Jungtiere zu zählen gestaltet sich schwierig, zumal sie bei Gefahr – wie Raben und Greifvögel am Himmel – blitzschnell in ihre Tunnel flüchten.  

Da Präriehunde gern tiefe Gänge graben, besteht das Gehege aus einem großen Hügel: gut für die Aussicht und toll, um Tunnel anzulegen. Die ursprünglich in Nord­amerika beheimateten Präriehunde gehören zu den Nagetieren und sind mit den Murmeltieren verwandt. Den Namen Präriehund erhielten sie, weil die Wächter bei nahender Gefahr bellende Warnlaute für die Artgenossen ausstoßen. Schnell flüchten dann alle Tiere in die mehrere Meter tief gelegenen Baue.

Präriehunde sind tagaktive Tiere. Nachts schlafen sie in ihren Erdhöhlen. Die Ein­gänge zum unterirdischen Tunnelsystem werden meist auf einem schon vorhandenen Hügel angelegt, damit die Tiere Ausschau nach Feinden halten können. Die Baue sind weit verzweigt. Von einer senkrecht in die Tiefe führenden Fallröhre gehen horizonta­le Gänge ab, die zu Wohnkesseln und Latrinen führen. Mit dem Aushubmaterial wird ein Wall um jedes Einschlupfloch gebaut, der gegen eine Überflutung des Röhren­systems schützen soll und als Beobachtungsposten dient.

Eine Kolonie besteht aus Familiensippen, bestehend aus einem geschlechtsreifen Männchen, einem bis sechs Weibchen und deren Nachwuchs. Präriehunde, die derselben Sippe angehören, begrüßen sich mit einem „Kuss“. Das bedeutet, dass sie sich wieder erkannt haben und friedlich miteinander umgehen. Präriehunde halten Winterschlaf, sie ernähren sich von Sprossen, Wurzeln und Gras.

19.05.2023: Zebraskink-Nachwuchs im Elefantenhaus

Nicht nur unsere felligen und gefiederten Tiere freuen sich über Nachwuchs, auch in den Terrarien kann man diverse Jungtiere entdecken – beispielsweise bei den Zebra-Skinken. Wie diese Reptilien zu ihrem Namen kamen liegt auf der Hand, die Querstreifen der Weibchen und Jungtiere erinnern an Zebras.

Bei den Zebraskinken, auch Zweifarben-Skinke genannt, sind die Geschlechter sehr unterschiedlich gefärbt. Die Männchen sind auf der Bauchseite stark orange gefärbt, die Kehle ist hellblau. Die Weibchen hingegen haben einen hellen Bauch und an den Körperseiten dunkle Querstreifen; auch Jungtiere besitzen die an Zebras erinnernden Streifen.

Zebraskinke sind tagaktiv und bevorzugen trockene, felsige und heiße Lebensräume. Im Erfurter Zoopark leben die ursprünglich im östlichen Afrika beheimateten im neuen Elefantenhaus. Die Jungtiere werden in einer sehr dünnen Eihülle geboren, die sofort nach der Geburt mit Hilfe des Weibchens abgestreift wird; sie dient der Mutter als Nahrungs- und Energiequelle. Die Jungtiere sind direkt nach der Geburt selbstständig und bilden mit den Eltern einen Familienverband, bis sie ihre Geschlechtsreife erreichen. Die sechs Jungtiere sind wesentlich weniger schau als ihre Elterntiere und sehr gut zu beobachten.

Der Kenia-Zebraskink wurde erst im Jahr 2005 wissenschaftlich beschrieben. Mit einer Körperlänge von über 30 cm gehören Zebraskinke zu den größeren Skink-Arten.

16.05.2023: Trampeltierkindergarten komplett

Der Trampeltierkindergarten im Thüringer Zoopark Erfurt ist komplett. Das lebhafte Trio hält Muttertiere wie Pfleger auf Trab und erfreut die Besucher mit seinem Spiel.

Am 24. Februar brachte Trampeltierstute Khaleesi ein gesundes weibliches Fohlen zur Welt, Inara. Am 10. April folgte Trampeltierstute Zari, die ebenfalls ein weibliches Stutfohlen zur Welt brachte. Das Jungtier, das einen schwierigen Start ins Leben hatte, wurde auf den Namen Hope getauft und ist mittlerweile zu einem kräftigen Jungtier herangewachsenen. Am 12. Mai folgte schließlich Trampeltierstute Morena, deren männliches Fohlen Altan bereits neugierig die Außenanlage erkundet und seine zwei Spielgefährtinnen kennenlernt.

Bis alle drei Jungtiere ebenbürtige Spielpartner sind, werden noch ein paar Tage vergehen. Wenn das Spiel zu wild wird, mischen sich die erfahrenen Muttertiere ein. Und wenn es den Jungtieren einmal zu ruppig zugeht und sie eine Pause brauchen, steht an der Seite der Mutter immer ein sicherer Platz zur Verfügung.

Aufgrund der steigenden Temperaturen verlieren die Trampeltiere aktuell ihr Winterfell. Da Trampeltiere ursprünglich Bewohner der asiatischen Kältesteppen sind, tragen sie im Winter ein dickes Fellkleid, im Sommer sind sie so gut wie nackt. Nur so können sie die extremen Temperaturschwankungen ihrer Heimat ertragen. Bei ansteigenden Temperaturen stoßen Trampeltiere ihr dichtes Fell ab, in dieser Zeit sehen sie oft ziemlich zerzaust aus.

Trampeltiere gehören zu den Großkamelen, diese gibt es mit zwei Höckern (Trampeltier) und mit einem Höcker (Dromedar). Im Zoopark Erfurt leben neben Trampeltieren noch die Neuweltkamele Lamas.

15.05.2023: Nachwuchs bei den Vietnam-Sikahirschen

In unserem begehbaren Hirschwald leben Damhirsche und Vietnam-Sikahirsche. Damhirsche kommen mittlerweile recht häufig auch in deutschen Wäldern vor, man bekommt sie aber als Waldspaziergänger trotzdem eher selten zu Gesicht.

Anders die Vietnam-Sikahirsche. In freier Wildbahn ist diese Hirschart durch Bejagung und Lebensraumzerstörung höchstwahrscheinlich ausgerottet. Restbestände gibt es nur noch in vietnamesischen Nationalparks und wenigen Zoologischen Gärten in Europa und Nordamerika.

Die wichtige Erhaltungszucht dieser seltenen Hirsche wird europaweit in einem Europäischen Erhaltungszuchtbuch (EEP) und auch international koordiniert. Vietnam-Sikahirsche haben ein auffälliges rötlich-braunes Fell mit hellen Punkten. Im Gegensatz zu anderen Hirscharten, bei denen nur die Jungtiere gefleckt sind, bleibt diese Zeichnung bei den Sikahirschen ein Leben lang.

Das kleine Sikakalb wurde am 9. Mai geboren. Wer sich vorsichtig im Hirschwald bewegt und genau hinschaut, kann das Jungtier zurückgezogen in einem der zahlreichen geschützten Verstecke oder mit seiner Mutter beobachten.

10.05.2023: Namen für unseren Kea-Nachwuchs gesucht

Das Geschlecht unseres dreifachen Kea-Nachwuchses steht fest: ein Weibchen und zwei Männchen haben Nadea und Maurice, unser Kea-Zuchtpaar, erfolgreich aufgezogen. Bis zum 19. Mai können Namensvorschläge für die Jungtiere eingereicht werden.

Vor zwei Wochen wurden die drei Jungvögel tiermedizinisch untersucht. Unter einer kurzen Narkose wurden den Tieren Transponder gesetzt – ein Ring, wie bei anderen Vögeln üblich, hätte bei den ausgesprochen verspielten Keas keine lange Lebensdauer. Außerdem wurde den Vögeln jeweils eine Feder zur Geschlechtsbestimmung per DNA-Test entfernt. Diese Vorgehensweise ist üblich, da sich männliche Keas äußerlich nicht von ihren weiblichen Artgenossen unterscheiden.  

Der Kea-Nachwuchs hat die Behandlung gut überstanden und ist immer öfters außerhalb der Nisthöhle in der großen Voliere zu sehen. Gemeinsam mit ihren Eltern und den halbstarken Geschwistern erkunden sie ihre Umgebung vorzugsweise mit dem Schnabel und lernen alles, was für ein Papageienleben wichtig ist – von nützlichen Dingen bis hin zu allerlei Schabernack.

Der Thüringer Zoopark Erfurt hält seit 2014 Keas. Die in ihrer ursprünglichen Heimat Neuseeland stark gefährdeten Vögel sind ausgesprochen intelligente Papageien, die ein ausgeprägtes Sozial- und Spielverhalten zeigen und mit ihren Schnäbeln alles erkunden. Keas brauchen sehr viel Abwechslung. Deshalb landen immer wieder Dinge wie Kartons, Papprollen, Spielzeug und Holz in ihrer Anlage, die sie nach Herzenslust erkunden und zerlegen können.

Namensvorschläge können bis einschließlich 19. Mai über die sozialen Medien bzw. per Mail an Zoopark@erfurt.de eingereicht werden. Die Tierpfleger werden dann ge­meinsam Namen auswählen und die Namensgeber können sich schon heute auf ein Kennenlernen mit den Keas freuen.

08.05.2023: Erstes Bisonkalb des Jahres geboren

Am 7. Mai wurde das erste Bisonkalb des Jahres geboren. Das weibliche Jungtier ist wohlauf, erkundet gemeinsam mit seiner Mutter "Dakota" die Anlage und nimmt Kontakt zu den Herdenmitgliedern auf. In den kommenden Wochen werden weitere Jungtiere erwartet.

Der Bison ist das größte noch lebende Wildtier Nordamerikas. Die mächtigen aber ge­fährdeten Wildrinder sind ausgesprochen genügsam. Der Präriebison ist ein Charak­tertier der nordamerikanischen Grasländer. Präriebisons fressen im Sommer Gräser und Kräuter. Im Winter wird auf vertrocknetes Gras, Flechten und Moose ausgewichen. Mit ihrem dichten Fell trotzen sie Wind und Schnee. Jetzt im Frühjahr sind sie im Fellwechsel und sehen bisweilen mächtig zerzaust aus.

Die Zuchtgruppe im Thüringer Zoopark um den riesigen Bullen "Emons" hat jedes Jahr Kälber. Nach einer Tragzeit von 274 (254 - 295) Tagen kommt in der Regel ein einzel­nes, ocker- bis rotbraun gefärbtes Kalb mit einem Gewicht von ca. 20 bis 30 kg zur Welt. Bis sie das Gewicht von 400 bis 900 kg erreichen, wachsen sie mehrere Jahre lang. Sie werden rund ein dreiviertel Jahr gesäugt. Innerhalb der Herden bilden sie Kindergärten.

Die Geschichte der Bisonhaltung im Thüringer Zoopark begann bereits vor der Gründung der Zooschau zu Pfingsten 1958. Um die Haltungsbedingungen für diese großen Wildrinder zu verbessern, wurde im September 2001 ein neues Gehege, die Bison-Plains, eingeweiht. Die 10.000 Quadratmeter große Anlage bietet einem erwachsenen Bullen, bis zu fünf erwachsenen Kühen und ihren Jungtieren Platz.

Wer sich für eine Patenschaft für diese imposanten Tiere interessiert, erhält dazu Informationen bei der Thüringer Zoopark Stiftung unter www.zooparkstiftung-erfurt.de.

04.05.23: Elefantenbeschäftigung mal anders

Bei unseren Elefanten ist ganz schön was los. Vor einigen Tagen haben wir einen Teil des kleinen Wäldchens auf dem 11.000 m² großen Außengelände zum Entdecken und Roden freigegeben.

Seitdem widmet sich unsere Elefantenherde hingebungsvoll dem saftigen Grün, schuppert sich an den Bäumen und testet, ob das Grün auf der anderen Seite des Zaunes nicht doch besser schmeckt als auf ihrer Seite.

Unsere Elefantenanlage wurde im Jahr 2014 eingeweiht und ist das Zuhause von Elefantenbulle Kibo, den Elefantenkühen Safari, Chupa und Csami sowie Elefantennachwuchs Ayoka.  

Die Erfurter Außenanlage setzt neue Maßstäbe für die Elefantenhaltung in Deutschland. Durch ihre langgestreckte Ausrichtung, zwei große Pools, zwei Schlammsuhlen und insgesamt 14 Meter Höhenunterschied im steilen Gelände sind die Tiere gefordert und können sich fit halten, was sie auch gerne tun.

Den Tag der Öffnung der Strauch- und Baumgruppe haben wir in Form eines Videos festgehalten, das wir derzeit schneiden und euch bald zugänglich machen. Wenn ihr die Elefanten im Wäldchen sehen wollt besucht ihr sie am besten bald, bevor sie das Wäldchen platt gemacht haben.